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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
Seite
345
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Leibeigemhumsgcfälte zu bcsinmncü.

z z) der große Geld - und Creditmangcl bey den Leib-eignen eine solche Veränderung uothwcndig zu '.na-chen scheinet. Die -Menge der verheureten Stättenist noch nichts in Vergieichuug derjenigen, welchesich über fünfzig Jahr finden wird, wenn die Auslo-bungen nach dem zum Versuche und zur-Verkürzungder darüber entstandenen Processi? eingeführten Fußebestehen bleibt. Denn dadurch wird sich alles mitder Zeit in Heuer gut verwandeln und der jetzigeEigenthum völlig anfgelöset werden ').

A 5 ^XVI.

) Es ist Wider alle Wahrscheinlichkeit Und widcr dm Lauf der menschli-chen Sachen, das, der Beisther eincS Landgutes, wenn es auch jährlich10000 Thalcr einbringt, seinen jungem Geschwistern nur die Hälfte desWerths auszahle» und dabey bestehen kann. Seicht einer unter Hun-derten gewinn«, wenn man dwhßig Jahr für sein Leben rechnet, dieseSumme wieder, und wenn sein Sohn «dermal mit seinen Geschwisterngethcilct hat, so geht der Enkel gewiß dabei? zu Grunde. Weit schwererist der Stand eines Leibeignen, der nur einen doppelten Kinbestheii behal-ten und folglich in den mehrsten Fällen Orcvviertel der Erbschaft ausge-ben soll. Dieser muß nothwendig in die Umstünde und in die Versu-chung gerathe», lieber der Heucrniann, als der Colon seines Hofes zu scpn.Geschieht dieses, wie man eS vorher sehen kann, ohne eben Prophet z>«sehn - so werden sich die Sigenthums-älle immer mehr und mehr ver-lieren. Wenigstens wird der Leibeigne immer mehr und mehr eil, Ski«ve der abgehenden Geschwister bleiben. Diese werden alles wegnehmen,was er erübrigen und borgen kann ; daS Anerbrecht wird minder gesuchtund beneidet werden! und so wird weder der Leibeigne zu große» Daar-schaftcn, noch der Tutsherr zu einer billigen Auffahrt auf einmal ge-langen.