546 Gedanken von dem Ursprünge und Nutzen
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Gedanken von dem Ursprünge und Nutzen dersogenannten Hyen, Echten oder Hoden.
^uft macht eigen, heißt es an manchen OrtenDeutschlandes; und ich habe unsre Vorfahren oftmal inmeinen Gedanken einer Grausamkeit beschuldiget, daß siedie Lust gleichsam vergiftet, und die Sklaverei) ans einenin der ganzen Welt frepen Odemzug gesetzet hatten. Oftdachte ich aber auch: Wie ist es möglich, daß sie, diemit Heeren von hunderttausenden zu Felde gieugen, Gutund Blut für die Frcyheit aufopferten, und keinen leib-eignen Knecht die Waffen führen ließen, die Dienstbar-keii dergestalt begünstiget, und ganze Dörfer durch dieEinführung derselben von dem Heerzuge besrepet habensollten? Voll Zweifels über die Wahrheit und voll Un-muths über die Ungerechtigkeit der Sache selbst, kam ichvon ungefähr auf einen alten Rechtshandel, worauf sichdieses Lufteigenthum auf einmal als eine saufte Freystät-re zeigte: ich will ihn meinen Lesern erzählen. Vielleicht..eymen sie auch au der Ehre nnsrer Vorfahren einen pa-triotischen Antheil und lernen, wie gefährlich es sep,aus veralteten Worten neue Schlüsse zu ziehen.
Die Königin von Pohlen Richezza, eine aebohrnePfalzgräfin bepm Rheine, ließ sich in der Stadt Cölln nie-der, und weil sie nicht Lust hatte, das Bürgerrecht znnehmen, begab sie sich in die Hove der heiligen Jung-frau, worin» der Sterbfall mit dem besten Kleide gelösetwerden konnte^). Ihre Cammerjungfer aber, welcheaus dem Dorfe Gütersloh, worin» noch jetzt die Lusteigen macht, zn Hause war, verheyrathete sich in unser
Stift
r.) D!e Urkunde sieht beym l.»niZ in lxcc, ccel. dvnUn, I> l'> IZ4>