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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
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^XII.

Der Bauerhof, als eine Actie betrachtet ^).

haben alle einigen Begriff von den großen Com-pagnien, welche nach Ost - und Wcstindicn handeln; wirwissen, daß dieselben aus Leuten bestehen, wovon jederein sichers Capital hergeschossen hat; wir nennen diesesCapital eine Actie, und denken es uns ganz deutlich, daßkeiner zu dieser Cowpagnie gehöre, er besitze denn einesolche Actie, und daß nur diejenigen, welche eine solcheActie besitzen, Schaden und Vortheil zu theilcn haben;das sage ich, wissen wir deutlich, und zwar so deutlich,daß, wenn jemand fragen würde: ob nicht auch billigalle und jede Menschen, welche zur christlichen Kirche ge-boren, als Mitglieder der ostindischen Compagnie anzuse-hen wären? der Einfältigste darüber lachen würde. Soeinleuchtend diese Legrisse sind, wann wir sie uns untereiner so bekannten Gestalt gedenken: so dunkel scheinensie manchem zu werden, wann man ihm jede bürgerlicheGesellschaft als eine solche Compagnie schildert, jedenBürger als den Besitzer einer gewissen Actie vorstellet, undnun zu eben den Folgerungen übergeht, welche wir vor-hin gemacht haben: nämlich, daß Menschenliebe und Re-ligion keinen zum Mitglied? einer solchen Gesellschaft ma-chen können, und daß wir in die offenbarsten Fehlschlüs-se verfallen, sobald wir den Actionisten oder Bürger mit

dem

e) Man muß es dem Verfasser nicht verdenken, daß er »u oft von 'dieserMaterie redet. Sie ist die wichtigste für das Wohl der Staaten, undin öffentliche» Schriften noch wenig behandelt. Die Aufsätze, so hier aufeinander folgen, find in den Zeiträumen von mehrern Jahren gefchrie-den, nnd enthalten oft einen Gedanken mehrmals. Allein wer in einemRegierungskollegio sitzt, und täglich den verschiedenen Beschwerde» undForderungen, nach einer Theorie, welche auf die mindeste Aufopferungvon Freicheit und Eigenthum gegründet ist, abhelfen soll, weis es amtesten, wie vieles daran gelegen, solche Grundsätze aufrecht zu erhallen.