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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
Seite
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Die arme Tante Lore.

König?, dessen väterliche? Aufmerksamkeit auch das ge-ringste nicht entwischet, und der unser Herz, was die Liebenur gar zu leer gelassen hat, ganz mit Dankbarkeit aus-füllet. Wie fest wird er nicht die Wohlfahrt seinesReichs gründe», wenn das Glück unser aller von dessenErhaltung abhängt? Und wie vollkommen muß diejenigeStaarsmasehine seyn, wo wir als die geringsten Sprung-federn derselben eine so schmeichelhafte Aufmerksamkeitverdienet haben! Nota: Ich meyne die Sprungfedern inallen Ehren.

Aber nun — es ist doch leider immer ein Aberin der Welt —- nun will niemand die Stelle eines Man-nes bey mir vertreten. Mein Bruder ist tod, und alle,die ich darum anspreche, sehen hoch auf, als ob sie fragenwollten: Wie hoffest du schon, daß ich vordir sterben soll? Unser alter Pächter sagte mir so-gar ins Angesicht, als ich ihn um diese Gefälligkeit an-sprach: Ach, Mademoi selle, Sie würdenmich zu Tode seufzen; und meine spitzigen Vet-tern, die mich immer die eiserne Tante nennen, weil ichvon ihnen als ein Inventarien-Stück auf dem Amthauseangesehen werde, droheten, sie wollten nach Berlin schrei-ben, daß man mich nicht aufnehmen möchte, weit ichgewiß hundert Jahr alt werden würde, da sie mich, allerihrer Mühe ungeachtet, nicht hätten zu Tode ärgern kön-nen. Der Anbeter meiner Nichte, der Frau Oberamt-mannin, rieth mir recht spashast, ich möchte es machenwie die Polch in der Bettlersoper ^), und mir einen

Straßen -

>1) Ulis IZcggars Spora, Sie führt diesen Namen vermN'ihlich um deswillen,weil die damin vorkommenden Arien auf erborgte und zusammengesuchteMelodien gemacht sind. Also geht eine Ane, auf die Melodie: Na cc>m-mors gu me! ja äanleund eine andere ans: !.? prmtoms ra^pells