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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
Seite
49
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Die Politik im Unglück.

XIII.

H.. den 26. Inn. 1774.

^ie A .. hat ihren Mann glücklich wieder. Die Stock-jobberep °>) hat auch ihn, wie viele andre, gestürzt. Inder Angst war er nach England gereiset, weil er glaubte,daß ihn sein dortiger Coinpagnon hiutergangeu hatte;und würklich hat er durch seine geschwinde Reise nochvieles gerettet. Seine Gläubiger haben sich mit 6o pr.Cent begnügt, nachdem er ihnen seinen Zustand aufrich-tig eröffnet; und nun hat er noch so viel übrig, daß erbey Fleiß und Ordnung ein müßiges Auskommen findenwird. Der große Eindruck, den seine Frau durch ihrBetragen im Unglück, bey allen und jeden gemacht hat,ist ihm sehr zu statten gekommen. Jeder glaubte, ihreine Gerechtigkeit zu thun, indem er von seiner Forde-rung so viel nachließ. Man hatte mehrers gelhan, wennsie gewollt hatte. Allein da sie auch dasjenige zu bezah-len gedenkt, was ihre Gläubiger jetzt nicht fordern wol-len, sobald sie die Erbschaft von dem Oheim Schöpsthut: so verlangte sie nicht mehr, als die gegenwärtigeRoth erforderte. Sie wohnet jetzt in einem zwar klei-nen, aber doch nicht schlechtem Hause, und hat ihreHaushaltung so nett eingerichtet, daß es ein Vergnügenist, sie zu sehen. Ich habe sie neulich besucht, und sievergnügter als jemals gefunden. Nichts, sagte sie,gleicht dem häuslichen Vergnügen, und besonders demVergnügen, sich in jedem Augenblick einen kleinen Ge-winn zu verschaffen, es sei, durch Ersparen oder Erwer-ben. So verächtlich es auch den großen Geistern vor-kommen mag, so wahr ist es doch/ daß ein selbsterwor-

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