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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
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44 Die Politik im Unglück.

hatte ich nichts, wcil ich weiter nichts behalten, als waszur äußersten Nokhdurft gehörete. Was sollt ich thnn?. . . Der arme Kerl sieng an in weinen, und woLte michtrösten, indem er sagte: er käme ja nicht, um etwas vonmir zu begehren, er wollte wohl sehen, daß er sich nochbehülfe. Aber ich erinnerte mich jetzt, daß er schon zurZeit, wie ich noch im Ucberstuß lebte, Roth gelitten, unddie Zinsen, die ich ihm damals bezahlte, ängstlich be-gehret hatte. Ich erinnerte mich, o meine Thcnrcsie,welche Erinnerungen! daß er Frau und Kinder hatte, diemich zu Zeiten um einige Beyhülfe angesprochen, undnun mußte ich hören, daß dieser Mann bescheiden genugsepn wollte, mir das Seinige zu lassen.... O meinFreund, rief ich ihm ängstlich zu, komm er Morgen wie-der, er soll das Seinige bis auf den letzten Pfennig er-hallen, wenn noch Menschen in der Welt sind, die einHerz haben. Mehr konnte ich nichts sagen, ein heimli-cher Fluch auf mich selbst entwischte mir in einer Art vonWuth, ich gieng aber noch desselben Tages in die Gesell-schaft bev dem Residenten; zog ihn mit einer Lebhaftig-keit, die er, wie ich wohl merkte, für eine halbe Verwir-rung ansähe, auf die Seite, und erzählte ihm mein Un-glück. Ach er .... (das Wort wollte nicht heraus,und ihr Gesicht glühete) . . . sammlet? für mich, und icherhielt das Gelb für den guten Menschen, der es desandern Tages durchaus mir mir thcilen wollte, dasich aber, dem Höchsten sey Dank! nicht angenommenhabe..."

Gestehen Sie jetzt, meine Thenreste! daß die feineHerablassung, wie Sie es nennen, die ganze Kraft eineredlen Seele, eine wahre Nechtschaffenheit, und die größ-te Ueberwindnng erfordere. Gestehen Sie aber auch, daßman einer solchen Person nicht zu viel Hochachtung er-weisen könne, und daß wir Recht haben, wenn wir unsum die Werre beeifern, dieser Unglücklichen einige ange-nehme