Die Politik im Unglück.
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daß er sehr vieles für sie thut, und in ihrer Gesellschafteine wahre Freude findet. Blos das erste Schrecken, daßsie mit ihren Kindern ihm nur allein auf den Hals fallenwürde, hatte den guten Schöps dahin gebracht, seineNichte für Amme anszubieten.
Hier dachte ich meinen Brief zu schließen, aus Furcht,er möchte zu lang werden. Da ich aber eben Zeit undLusi zn schreiben habe, weil die Gesellschaft abgesagt ist:so will ich Ihnen doch noch eins von meiner Heldin er-zählen. Sie können es aber nach Ihrer Bequemlichkeitmorgen oder übermorgen lesen.
Wie sie Braut gewesen war, hatte ihr ein alter Be-dienter ihres Vaters heimlich tausend Mark zu Tändcl-gelde geliehen, was sie auch in einigen Abenden glücklichvermanscht hatte. Dieses Geld war des armen Kerlsganzes Vermögen, was er in seinem drepßigjährigenDienste ersparet hatte. Bev dem Ausbruch des Conknr-ses hatte sie sich dieser Schuld nicht erinnert; der Glan,biger hatte sie auch aus Achtung vor ihr vaterliches Hausnicht gemahnt; und so war der Conkurs geendiget, ohnedaß dieser ehrlicheMann etwas erhalten hatte. Auf ein-mal kömmt er vorige Woche zu ihr, sagt aber doch keinWort von seiner Forderung, sondern begegnet ihr, wieder Tochter seines vormaligen Herrn. Allein sie fällt vorSchrecken zur Erde; und „nie, sagte sie einige Tagenachher zn mir, habe ich das Entsetzliche meines Zustan-de S so sehr empfunden, als in diesem Augenblicke. Mei-ne ganze Habseligkeit, fnhr sie fort, bestand damals ebenin drey Mark vier ß.; das Geld, was ich für meineHemden empfangen hatte, und mir geschenkt wurde, hat-te ich zur Befriedigung einiger geringen und armen Gläu-biger, die ans dem Cvnknrs nichts empfangen sollten,angewandt, weil ich es nicht ertragen konnte, daß dieseLeute, die das Ihrige sauer verdienet, und selbst keinBrod hatten, über mich seufzen sollten. Zu verkaufen
hatte