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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
Seite
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42 Die Politik im Unglück.

hinzu, gut gehalten werden, den Leuten hier ans denManlern kommen, und die Kost besser haben, als ich siemir mir meiner Hundearbeit würde verschaffen können;meine beyden Kinder wollte er indessen unterzubringen

suchen Sie können denken, wie mir hiebcy zu

Mitthe war, und was es mir kostete, einem jungen na-seweisen Arzte, den mein Oheim hatte rnsen lassen, undder mir als einer künftigen Amme allerhand Fragen vorleg-te, nicht eine Grobheit zn sagen. Zu meinem Glücke erstar-ken mir die Worte im Munde, ich sieng an zu schluchsen,meine Beine wollten mich nicht halten, ich siel aus einenStuhl, und in dem Augenblick kam ein Brief von demAmtmann, worinn er meldete, daß er aus Besorgniß,das Schrecken möchte meine Milch verdorben haben, eingutes Landmensch in meine Stelle genommen hätte, undmir also nicht dienen könnte. Hier fieng ich an Othemzn schöpfen, und mein Oheim war so gut, mich mit demzärtlichen Tröste, wie er es sehr bedanrcte, daß die Ge-legenheit fehl geschlagen wäre, zu verabschieden. Undfür diese Güte mußte ich ihm denn noch danken."

O! wären Sie doch bep dieser Erzählung gegenwär-tig gewesen! die arme Frau saß neben mir auf dem Ka-napee, vorübergcbogen, den Ellenbogen auf das Kniegestützt, die Augen ans den Boden geheftet, und schlugsich be» dem Wort danken mit der zugemachten Handvor die stolze Stirne. Ich legte ihr meine Arme um denRücken, und bat sie freundschaftlich, nicht wehmüthig znwerden. Aber sie fühlte und hörte es nicht; und warbey der bloßen Erzählung dieser grausamen Erniedrigungganz ausser sich gerathen. Dennoch hat sie sich damalsüberwunden, und ihren Oheim nicht böse gemacht, vondem sie auch noch die beste Hülfe genießt. Ja, sie hatihn durch ihre kluge Einschränkung, und eben dadurch, daßsie ihn von aller Furcht befrepet hat, ihr einige Hülfegebcn zn müssen, nach und nach dergestalt eingenommen,

daß