Die Politik im Unglück.
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daß Sie es nur einmal aus ihrem eigenen Munde Herenmöchten, wie sauer ihr der erste Kirchgang nach ihrenveränderten Umständen geworden ist, und was die Fraugelitten, wie ihres Vaters Bruder ihr den Antrag gethanhat, einen Ammenplatz anzunehmen. Sie wurden ge-wiß eben so laut mit ihr heulen, wie ich gethan habe.„Bep aller Entschlossenheit, und mit einem Murhe, woraufich mich lange geübt hatte, sagte sie, stieg mir doch immerdas Herz in die Höhe, wie ich das erstemal in die Kirchegieng; ich hätte keinen Laut hervorbringen können; undwie ich vor die Kirchenthür kam, wo sonst mein Wagengehalten, und ein Bedienter mir Platz gemacht hatte,preßte sich eine wahrlich recht bittere Zähre aus meinenAugen, so heißtrocken sie auch waren. Im Hingehendurch die Kirche zogen sie sich fest zu, und wie ich michgesetzt und gebetet hatte, mußte ich die Angcnlieder mitdem Finger unvermerkt ein bischen in die Höhe schieben,weil sie nicht aufgehen wollten; und ich konnte sie nichtwenden, ohne überall einem spöttischen oder neugierigenBlicke zu begegnen. Unter diesem drückenden und scha-denfrohen Anschauen habe ich wohl zehn Sonntage zu-bringen müssen, ehe die hämische Neugier steh allmähligzu einer mitleidigen Bescheidenheit gewöhnen wollte.Aber doch war diese Empfindung noch nichts gegen das-jenige, was ich bep der grausamen Barmherzigkeit meinesOheims empfand. Sie wissen, mein Kind, das nuracht Wochen alt war, als mich das Unglück traf, starbwährend dem ersten Schrecken; und ich hatte es selbstgesäugt, weil es eben damals Mode war, und die Prin-zeßin von . . . sich dieser mütterlichen Pflicht unterzogenhatte. Mein Oheim ließ mich sogleich rufen, und fragtemich ohne weitere Umstände, wie es mit der Milch stünde,
und ob ich wohl das Kind der Amtmannin zu
die eben in den Wochen gestorben war, annehmen wollte;ich wurde dort, fügte er, ohne meine Antwort zu erwarten,
C z hinzu,