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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
Seite
37
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Die Politik im Unglück. 37

Der Kreis verlohr sich, ohne daß sie ihn verscheuchteoder aufzuhallen bemühet war. Sie fühlte ihre Würde,ohne daraus eine Nolle zu machen, und erweckte stillesMitleid, ohne die Unglückliche zu spielen. Diejenigen,welche sie zuerst mit einer hämischen Freude erblickt hat-ten, vertieften sich in heimliche Bewunderung, und ver-ziehen ihrem Unglück den unbeleidigeuden Stolz. Manwollte, sie sollte spielen: aber sie verbat durchaus dieCharte, und wie die übrige Gesellschaft sich diesem ge-wöhnten Vergnügen überließ, setzte sie sich zu iinsermredlichen N . . . der auch nicht zu spielen pflegt, und zogihn, wie ich aus einigen Worten schloß, über verschiedeneEntwürfe zu Nathe, welche sie in Absicht auf ihren undihrer Kinder künftigen Unterhalt gemacht hatte. Er ant-wortete ihr nur immer mit Lebhaftigkeit: O alles, wasSie unternehmen, wird Ihnen gerathen; meine Kasseist Ihnen zu Dienste; mit einer so klugen Einschränkung,mit einem so entschlossenen Mnthe, mit so vieler Ein-sicht . . . Aber sie unterbrach ihn oft, und schien mit allendiesen treuherzigen Schmeicheleyen unzufrieden zu seyn,wie ich aus der Bewegung ihrer Hände wahrnahm, die,was mir ins Lachen fiel, so eifrig gegen einander gienge»,als wenn sie noch ihren Fachet mit Brillanten darum ge-habt hatte. Was endlich beschlossen wurde, hörte ichnicht; sie dankte ihm aber aus die verbindlichste Weise,und fnhr mit mir zurück, da ich sie dann bey ihrer Wir-thin, einer Handschnhmacherin, absetzte, die ihr sogleichentgegenflog und sie ans das Liebreichste bewillkommte.

Gute Nacht, meine Liebe, sagte sie zu mir! und die-ses will ich auch jetzt zu Ihnen sagen: Also gute Nacht,meine Liebe!

C z X.