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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
Seite
31
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ohne Gewijsensscrupe! folgen. Zi

selbst gestiefelt herein gekommen, nnd hat das Paket daso hingelegt, mit einigem Eyfer, wie es schien; denn erstampfte es so dahin, wo Sie es gesunden haben.

Sie blieb hierauf wohl eine halbe Stunde in tiefenGedanken sitzen; »nd man sähe es ihr recht an, wie siein der unruhigsten Erwartung bey jedem Geräusche auf-hörte, ob Ew. Gnaden auch kämen. Endlich aber, wiees ihr zu lange währte, klagte sie über Herzklopfen, undich mußte ihr erst ein Glas Wasser, hernach aber ihr denkleinen Junker holen, mit welchem sie nun schon zweyStunden am Fenster siyi, nnd recht peinlich auf den Au-genblick wartet, da Ew. Gnaden kommen werden.

Ich hoffe übrigens, daß ich meine Commißion rechtgut ausgerichter habe, und wünsche, daß Ew. Gnadenbald kommen mögen, die Betrübte zu trösten.

Louise.

N. S.

Arabelle hat sich eben, und zwar nur auf eine Mi-nute recht nothwcudig zu sprechen, melden lassen, ist abernicht angenommen worden; ich denke doch nicht, daß siejetzt noch mit neuen Moden aufgezogen kömmt! Die böseFrau? sie taugt nicht, wie ich von der Jungfer Dehwernnur gar zn wohl weis. Aber ich mochte es meiner gnädi-gen Frau nicht sagen; sie denkt zu gut, und ihre Jugendhat kein Mißtrauen. Meine vorige Herrschast dachte ganzanders; sie sähe unter jedem Mapblümchen sogleich einegarstige Kröte, wenn auch nur ein Käfer so groß wie einNadelknopf daran war; ich bin uc lu liltcris, sagen dieGelehrten.

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