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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
Seite
23
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ohne Gewisscnsscrupel folgen. 2 z

Er rieb sich die Stirn, stemmete seine Ellenbogenauf die Knie, und seine deichen Fauste vor die Augen,ohne ein Wort zu sagen. Endlich stand er auf, küßtemich, und verließ mich mit den Worten: Wenn du michlieb hast; so weißt du wohl, was du thun mußt.

Sehen Sie, meine Beste! so stehn die Sachen; ver-langte mein Manu eine heroische Verachtung des so-thigen Ueberffusses, man möchte darüber sagen was manwollte, oder wünschte er, daß ich mich als ein Originalin der äffenden Welt zeigen sollte: so wäre unser Streitbald entschieden; mit Freuden wollte ich mich dazu ver-stehen. Allein das ist seine Meynung nicht, ich soll denWohlstand nicht beleidigen, ich soll mich auch zu keinemabstechenden Original erheben, ich soll auf eine kluge undfeine Weise Sparsamkeit mit Größe, Anstand mit Ein-schränkung, und folglich das Feuer mit Wasser vereini-gen, das ist der Knote, den ich nicht zu lösen weis.

Helfen Sie mir, meine Thcureste! vielleicht fälltIhnen etwas bei), was uns deichen entwischt ist; aberwerden Sie nicht böse, daß mein Mann Ihnen den TitelHexe gegeben hat. Ich will mich dafür anch unterzeich-nen, Ihre gehorsamste arme Hexe

Amalie.

V.

Arabellens Antwort.

Ä3as soll ich Ihnen weiter rathen? Die Worte:Wenn du mich lieb hast: so weißt duwohl, was du thun mußt, setzen die Sache ineine ganz andre Lage. Sie haben nun leider nicht mehr. 'it Ihrem Eheherrn, sondern mit sich selbst zu zanken,? .d das ist eine Beschäftigung, wobei) mau sich ohne Ge-

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