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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
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Also kann man der Mode

allgemeine Denkungsart unserer Zeitgenossen ankäme,und daß der Conventions-Wohlstand bey den Moden,wenn er diese allgemeine Uebereinstimmung einmal vorsich hätte, eben so gegründet wäre wie jener. Aberwenn ich es nun nicht bezahlen kann?fiel er wieder ein. Aber wenn der Geistliche nun nichtbezahlen kann, versetzte ich? So jagt man ihn fort, warseine Antwort, wenn er ein Verschwender ist, oder zwingtdie Gemeine, ihm das nöthige zu verschaffen, wenn sievorher nicht dafür gesorgt hat. Nun gut, rief ich, eineVerschwenderin bin ich nicht, ich verlange nur den höchst-nöthigen allgemein erforderlichen Ueberfluß. Also laßihn bezahlen wer da will und kann, so muß ich doch ha-ben, was der Wohlstand unentbehrlich macht.

Das ist doch erschrecklich, fuhr mein Mann wiederfort, daß wir in einer so offenbaren Sache nicht das Mit-tel zn unsrer Vereinigung treffen können; ich soll doppeltso viel ausgeben, wie ich einzunehmen habe, nach einernothwendigen Folge Banqnerott machen, in meinem Le-ben oder nach meinem Tode als ein Betrüger verfluchtwerden und das soll sich alles durch den Wohlstandrechtfertigen lassen? Es thut mir leid, mein Engel! er-wiederte ich, aber sage doch nur, wie es möglich ist, daßich in meinem Stande, in meinen Iahren und in der Le-bensart, worinn ich mit allen meines Gleichen überein-komme, anders handeln soll, wie ich handle; wie dusiehst, ich behelfe mich ja hier in meinem Cabinet nochmir einem altmodigen Canapee, da ich doch wenigstenseine Ottomane, oder Lehnstühle au (lsbriolot, wo nichta la lkeius haben müßte. Du stehest ja also, daß ich imVerborgenen spare, und nur, um deiner Ehre willen,meine Kleidungen und meine Equipage nach der neuestenMode verlange. Kann ich weniger thun: so sprich, ichbitte dich.

Er