ohne Gewisscnsscrupel folgen. 21
reu Nichts der eiteln Ehre, von dem Raupenstande,worinn wir uns hier auf Erden befinden, von der Span,ue Zeit
Worauf wir eben stehn,
Von den: wir nichts, eh heute ward, gesehn,Bon der wir kaum die Spur, eh Morgen wird,
noch wissen:
Da von dem Augenblick, zu dem wir eben gehn,Schon wieder unter unfern FüßenDas Meer der Ewigkeit — das unfern Schrittumringt,
Stets vor ihm Land einhüllt und hinter ihm ver-
schlingt —
Den einen Theil hinabgerissen —und andern dergleichen schönen poetischen Bilder entlehntwurden, gar nichts verfangen wollten. Ich verschanztemichblos, nachdem wir unser moralisches Pulver gegeneinander verschossen hatten, hinter den Einwurf: aberwenn es nun der Wohlstand durchaus er-fordert? und mein Mann blieb auf seiner Batte-rie: aber wenn ich es nun nicht bezahlenkann? In dieser Stellung, worinn wir uns als Perso-nenfreunde und Sachfeinde die Hände über die Verfthan-znngen reichten, standen wir bepde eine lange Zeit, ohneeinen Schritt zu weichen.
Ich fragte meinen Mann endlich, ob ein Geistlicher,wenn es ihm an einem schwarzen Mantel und Kleide fehl-te, mit Wohlstand vor den Altar treten könnte; und ober nicht dazu Rath schassen müßte, er möchte es nun be-zahlen können oder nicht? Vergeblich behauptete er da-gegen, daß dieses einen alten hergebrachten und nothwen-digen Wohlstand zum Grunde hätte, wovon sich auf denConventions - Wohlstand in den Modetrachtcn keinSchluß machen ließe, denn ich bewies ihm klar, daß eshiebep nicht auf Alter und Herkommen, sondern auf die
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