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Also kann man der Mode
IV.
Amalicnö A n twor k»
Äas hatten Sie mit ansehen sollet! So wie mein Manneine Zeile, und wieder eine Zeile, von Ihrem freund-schaftlichen Briefe las, kurrete und murrere er immer vorsich hin — „Ep verflucht!. warum nicht gar? Nun !hat die Hexe noch mehr? keine Vernunft und keine Tu-gend im zwanzigsten Jahre zeigen zu dürfen, ohne denNamen zu bekommen, das man die Vernünftige spie-le oder die Tugendhafte mache? Hat der böse Feindjemals einen hämischem und giftigem Angriff auf diejunge furchtsame und bescheidene Tugend unsrcr aufblühen-den Kinder gemacht? Nun — nun — noch weiter,das sind mir Nachschlage; welche alle darauf hinausge-hen, daß man nicht allerliebst sepn kann , ohne alle Feh-ler seiner Jahre in ihrem besten Schmucke zu zeigen, unddaß nichts abgeschmackter sey, als sich zu bessern undnach den Gesetzen der Vernunft zu handeln — wozu dennalle heutige Erziehung, Religion, Moral? — beym tau-send" — Hier sprang er mit bepden Beinen auf, einenStuhl, zertrümmerte ihn aber auch in tausend Stücken,und dieser Zufall, der uns beyde in das größte Schreckenversetzte, brachte uns endlich zu einer angenehmen undvertraulichen Eröffnung unserer Herzen. Denn meineBesorgniß, daß er Schaden genommen haben möchte,und die seinige, daß er mich durch seinen Fall zu sehrerschreckt hätte, erzeugten plötzlich ganz andere Empfin-dungen, die sich mit einer zärtlichen Umarmung, undmit Bitten um Vergebung von bepden Seiten endigten.
Aber, werden Sie, meine Theureste, fragen, waswar denn nun endlich ihr gemeinschaftlicher Entschluß?Hierauf kann ich Ihnen vorerst nur so viel sagen, daßalle Gründe auf bepden Seiten, welche von dem geschätz-ten