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Also kann man der Mode
II.
AmalienZ Antwort.
S)as heißt mir nun einmal Verstand; ich schreibe Ihnenein bischen philosophisch, und flugs soll ich ein unruhigesGewissen haben. O! mein liebes Kind, mein Gewissenschläft ans einem sammetnen Kissen so ruhig, wie meinjähriges Mädchen, und ein INumst i- M Veiim wird esnicht beschweren. Aber mein Mann hat mir seinen Ben?'tel verschlossen, und dieses war der Knoten, der mir letzt-hin das Herz abschlang. Ich mochte Ihnen mir nichtalles so deutlich schreiben, weil ich mich vor Ihnenschämte; jetzt aber zwingt mich die Roth, Ihnen meineganze Verlegenheit zu entdecken. Ich thue Ihnen alsohiemit kund und zu wissen, wie mein Mann des Morgens, als ich Ihnen den letzten Brief geschrieben habe,gestiefelt und gespornt in mein Cabinet gekommen ftp,und mir eine ganz unerwartete, aber recht feierliche Er-klärung nachstehenden wörtlichen Inhalts gethan habe.Hier, fleug er an, liebe Amalie, ist die Rechnung vondeinem neuen Wagen, sie belauft sich ans i tzoo Livres;zugleich habe ich dir hiemit einen Aufsatz von meinerjährlichen Einnahme und Ausgabe, wovon sich die ersterenicht vermehren, und die andere, da sie blos das nolh-wendigste enthält, nicht vermindern läßt, zur Nachrichtvorlegen wollen, damit du selbst darnach bestimmen mö-gest, was wir zu thnn lind zu lassen haben. Diesemfuge ich noch einen Auszug von demjenigen bep, was duseit den drep Iahren, die wir verheyrathet sind, a.ufneue Moden verwandt hast; er wird dir zeigen, daß wir«n so kurzer Zeit fünstansend Thaler mehr ausgegebenals eingenommen haben.
Aber