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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
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Also kann man der Mode

zeycn; ich bewiest ihr aber mit physioguomischen, psycho-logischen und physiologischen Grünben, wie allenfalls auchdiese Windfedern der menschlichen Gesellschaft mehr Nu-tzen schaffen würden, als eine eiserne Haube, welche im-mer einerley Wetter anzeigte. Sic versetzte zwar ganzspitzig, unsere heurige ganze Vernunft bestünde in derWissenschaft, mit jedem Winde zu segeln. Allein wie ichsie fragte: ob sie denn immer nur mit einem fegelke?vergaß sie ihren Spott, und erinnerte sich vermuthlichmit Betrübniß ihres Alters.

Doch was gehen uns die alten Matronen an? Wollendiese ihre Moden nicht verandern: so mögen sie ihren Ei-gensinn mit ins Grab nehmen. Sie, meine Zheuerste!haben von ihnen kein Evempel zu nehmen, so wenig alswir verlangen ihnen eines zu geben; sie haben ihr Gutesgenossen, und die Reihe ist jetzt an uns. Aber vor allenkein Gewissen über die vielen und großen Ausgaben.Diese fließen den Fabrikanten und Künstlern zu, und wasist edler, patriotischer und christlicher, als diese zn unter-stützen? Lassen Sie den Herrn Gemahl immerhin ein bis-che» darüber grameln, daß ihm die östern Veränderun-gen der Moden zu vieles kosten; eine zur rechten Zeit an-gewandte Liebkosung wird ihn schon besänftigen, und dieSorgen der Nahrung geh» ihn allein an. Hat er eineFrau genommen: so mag er auch sehen, wie er sie nachihrem Stande unterhalt; das ist seine Sorge.

Alle Jahr einen neuen Wagen Alle Jahr einenneuen Wagen! Nun, der Herr Gemahl mag dieseszweymal oder hundertmal wiederholen; was seyn muß,das muß doch seyn. Man kann ja nicht ewig in einerleygothischen Staatscarosse fahren; und der alte kann jawieder verkauft werden. Er ist für einen Amtmann nochimmer gut genug: aber in der Stadt! Ach, kennen Sie

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