Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
VII
Einzelbild herunterladen
 

B a l l s c e n «.

A. Bei allen Seligkeiten der glückli-chen Liebe beschwere ich Dich, eh' Duden Ball verlassest, laß mich Dein Ant-litz sehen.

Maske. Hüte Dich, vorwitzig zu sein.Vorwitz hat das Paradies verloren!

A. Dort versuchte ein Teufel, hier aberversucht ein Engel, ich will das Para-dies wieder gewinnen!

Galanterie gegen Damen.

D. Sie sind ein Schmeichler.

H. Soll es mir denn nicht erlaubtsein, das Schöne zu bewundern, und meineBewunderung in Worte zu kleiden; heißtdas Schmeicheln?

Von Ihren Befehlen beehrt zu wer-den, ist die unaussprechlichste Gnade fürmich.

Fr. Ihr Leid ist mein Glück, weil esmir Gelegenheit gibt, Ihnen meinen Ei-fer zu zeigen.

A. Aber Du wirst müde sei» von demRitt.

B. Noch vor zwei Minuten. Jetztnicht mehr.

Der Anblick einer reizenden Frau hat eineeigne Restaurationskraft für mich.

Wie streng Sie auch sein mögen, Siereizend zu finden, müssen Sie mir er-lauben.

Theucrstes Fräulein, Sie sehen hierIhren eifrigsten, wärmsten, ehrsurcht-

vollsten Verehrer, der nur leben wird,um jeden Ihrer Tage mit frischen Rosenzu schmücken!

(Zur Mutter.) Das Fräulein ist zumEntzücken gekleidet und nach der Mamagewiß die Krone der Gesellschaft.

Dürfte ich Sie wohl bitten, meinem,mir gerade in diesem schönen Augenblickeuntreuen Gedächtnisse zu Hülfe zu kom-men? Wann und in welcher Gefellschafthatte ich das Vergnügen, Sie schon ein-mal zu sehen?

H. Warum so erschrocken, mein schön-stes Fräulein? habe ich Sie vielleicht inirgend einer angenehmen Beschäftigunggestört? ich will nicht zudringlich sein;ich entferne mich. Oder erlauben Sie,daß ich den schönen günstigen Augenblickbenutze, die nähere Bekanntschaft einesWesens zu machen, dessen Händen ichdas Glück meiner Zukunft anvertrauensoll. Erlauben Sie, daß ich bleibe?

Fr. > verlegen) Bleiben Sie nur da!

H So theuer mir d'cse Erlauvniß ist,so werde ich sie nur dann benutzen, wennich überzeugt sein kann, Ihnen nicht lä-stig zu werden.

Elise. Sie glauben doch nicht, daßich mich eigenwillig meiner Schwe-ster vordränge?

v. Hol dein. Alles zu überstrahlen,ist nicht Wille, sondern Eigenschaftdes Diamanten.

Bei Uebcrrcichung von Blumen.

D. Wollen mir der Herr Baron er-lauben, Ihnen diese Rose zu überreichen,und dies Zweiglein einer wilden Rose?

H. Das wahre Ebenbild von Ihnenselbst, lloucs et pigunnte.