Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
VI
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selbst bereiten. Vielen wird es nicht un-angenehm fem, zuweilen auch eine andereSpeise und ein anderes Getränk für sichoder in Gesellschaft von Freunden berei-ten zu können. Dazu dies Büchlein.

Die nöthige Einrichtung kann manüberall sich machen und kostet etwa >«Gr. Die Gerichte sind zum Theil inwenigen Minute» fertig und ihre Anfer-tigung kostet oft nicht einmal einen Gro-schen. Man erkennt daran, wie nütz-lich das Büchlein für Viele ist.

Inhalt:

Eier aufButter; Beefsteaks; geschmorteKartoffeln dazu; Bratwürste; Eierkuchen;Weiche Eier; Rührei; harte Eier; armeRitter; ganze Kartoffeln; dieselben aufenglische Art; sauere Kartoffeln; Kartof-fel-, Milch- und Mehlmus; Sülze; ge-bratene Vögel, Tauben; Fische, Krebse,Wasser-, Milch -, Bier-, Wein -, Kirsch-,Erdbeer-, Himbeer-, Heidelbeer - Kalte-schale; geschmorte Pflaumen; gebrateneund gebacken? Leber; Kuheiter; GrünerKopf-Rabinschen-, Erdbirncn-, Aepfel-,Herings-, Gurken-, Sellerie- und andereSalate; Figaro Plinzen; Wiener Wür-stel, selbstgemachte u. dergl. mehr.

Damit man das werthvolle und be-liebte

Conversations-

und

Complimentirbuch

für Gebildete

»VN!

Freiherr« von Dtcrnbcrg

in Lieferungen zu 5 Groschenauf dem schönsten milchweißen Velinpa-pier gedruckt, näher kennen lernen kann,sind nachstehend nur ein paar Probendaraus abgedruckt worden. Es sind ein-zelne Stellen die hier ausgewählt sind,während im Buche selbst jede einzelnenoch von einem reichen Strauße der lieb-

lichste» Redeblumen umgeben ist. Fastfür jeden denkbaren Fall, der in der Un-terhaltung vorkommt, ist darin eine Mengesolcher Beispiele enthalten und man lerntsich in allen Fällen gewandt und auf diemannigfaltigste und immer zierliche undanmuthige Weise ausdrücken.

Mein schönes Fräulein, Sie sind hierso allein, und, wie es scheint, nicht hei-ter? Das wäre ja ein Berrath andem schönen Feste.

Hat nicht Terpsichore ein lächelnd An-gesicht,

Aus dem die heit'rc Lust und frohe Launespricht?

Gr. Wir haben noch eine Quadrilleund einen Walzer zu tanzen. Bin ichnicht zu dem Walzer mit Ihnen versagt,Baron Osten?

A. Ja, Gräsin, ich soll das Glück ha-ben.

Gr. Ich wußte es wohl. Die Qua-drille habe ich Ihnen zugesagt, HerrOberst, nicht wahr?

Oberst. Mir nicht, mein Fräulein.

Gr. Nicht? Nun, dann ist es sehr hübschvon Ihnen, das Sie so ehrlich sind, eszu gestehen, wir würden sonst eine häß-liche Verwirrung angerichtet haben. MeinGedächtnis taugt nichts! Wem habe ichnur die Quadrille zugesagt?

A. Sie ließen mich hoffen, Gräfin.

-B. Mit mir war auch von einer Qua-drille die Rede.

Gr. So! Nun, da bin ich in großerVerlegenheit; wenn nicht einer dieser Her-ren großmüthig seinen Hoffnungen ent-sagt

A. Man kann dem Leben entsagen, docheiner solchen Hoffnung nicht.

B. Dem Leben? Dann will ich dochlieber der Quadrille entsagen.

Gr. Ich nehme Ihre Großmuth mitDank an.