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D- Gefällt er Ihnen dieser Blumen-strauß?
H. Es ist schwer, einem Strauße, wel-chen ihre Hand hält, Aufmerksamkeit zuschenken; über diese niedliche kleine Handwürde ich eine Welt voll Rosen verges-sen.
Gestatten Sie mir, durch diesen Kußaus Ihre Hand meine Dankbarkeit undVerehrung zu beweisen.
Liebeserklärungen.
L. Meine Schwester hat Sie von Al-lem unterrichtet und bürgt Ihnen dafür,daß sie geliebt sind, wie noch nie ein Weibauf Erden. So erwarte ich denn vonIhren Lippen mein Urtheil — Leben oderTod entscheiden Sie.
Sie wenden sich weg von mir? Undvor wenigen Stunden sagten Sie mirdoch, ich dürfe hoffen. — Wollen Sic die-ses Wort jetzt zurücknehmen? Wollen Sieden Himmel mir verschließen, in welchenSic mich blicken ließen?— Wollen Siedas Sophie? — Sie erröthcn, Sie schla-gen die Augen nieder (ergreift ihre Hand)Himmel, Ihre Hand zittert in der Inn-ingen. O nein, Sie sind nicht grausam,nicht unempfindlich —
D. Ich sehe, theurer Freund, daß ichIhnen Genugthuung schuldig bin. Hierist sie (Sie reicht ihm die Hand.) Ichhoffe Sie verstehen mich.
Angelika, Du lehrst das Glück michkennen das ich lange vergebens suchte.Dich lieb' ich, Dich allein, lies es inmeinen Augen.
Bekanntschaften.
Wem könnte diese Bekanntschaft ange-nehmer sein, als mir, die nicht hoffenkonnte, Ihnen, mein Herr, einiges In-teresse einzuflößen.
Ich muß nur fürchten, daß ich hinterIhren Erwartungen weit zurückbleibenwerde.
Ich weiß, Herr v. M, welchem Um-stände ich das Glück Ihrer Bekanntschaftzu verdanken habe, und bin nicht eitelgenug, auch nur den kleinsten Theil Ih-rer Güte auf Rechnung meiner Persön-lichkeit zu setzen.
Antwort auf eine Empfehlung.
Ich würde Ihre Empfehlung gehörigzu ehren wissen, wenn mein Geschäft ge-stattete, jetzt noch mehr Leute anzustellen.
In Gesellschaften.
Guten Abend, guten Abend, meine ver-ehrten Herren und Damen, ich danke Ih-nen für die Ehre, die Sie durch IhreGegenwart meinem Hause erzeigen.
Gespräch, um dasselbe in Gang zu bringen.
A. Meine Damen, wovon reden wirdenn?
D. Vom schönen Wetter . . .
A. Liebe Emilie, setzen Sie doch auchIhr Mäulchen in Bewegung.
B. Sie scheinen keine Freundin vomvielen Sprechen zu sein.
E. Weil ich glaube, daß es der Sitt-samkeit eines Mädchens nicht anständigist. Ich weiß wohl, daß die mchrcstenMänner wenig sprechen für Mangel einerfeinen Weltbildung halten; aber ^ich habemich lieber diesem, als einem vielleichtnoch ungünstiger» Urthcile aussetzen wol-len.
Druck von Fr. Rückmann in Leipzig.