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Wenn schon die große Menge beim Huldigungsakte durch die könig-liche Anmuth seiner Bewegungen bestochen war, so machten die freund-liche Grazie seines Benehmens, die Gabe der Rede, die zu dem Herzenspricht, die geistreichen Jmpromtus in diesen kleineren und gewählterenKreisen eine um so größere Wirkung.
Auch die andern Prinzen des königlichen Hauses sah man bemüht,dem Beispiele ihres Familienhauptes zu folgen und Liebe und Eintrachtzu fördern.
Das letzte der großen Feste war auf dem Schlosse ein Ball, an wel-chem gegen 5000 Personen Theil nehmen sollten.
Obgleich die Versammlung gemischt war, war der Glanz derselbendoch außerordentlich. Unter andern hohen Gästen des Hofs sah manden Fürsten von Aremberg, dessen Kleidung ganz mit diamantenenKnöpfen besetzt war.
Man bewunderte am König sein ungemeines Gedächtniß für Persön-lichkeiten und Vorfälle. Er erkannte Personen wieder, mit denen erseit dem Kriege von 1813, also seit sicbenundzwanzig Jahren, nichtin Berührung gekommen war.
Als die Deputirten von Rathenau bei ihrer Heimreise in Potsdamanlangten, besahen sie Sanssouci. Dort begegnete ihnen der König,redete sie an und fragte, wer sie seien und was sie begehrten? Als erihren Wunsch vernahm, versetzte er: Schön, meine Herren, nehmen SieAlles recht genau in Augenschein, ich werde Befehl geben, daß manSie herumführe. Mit diesen Worten entfernte sich der König, kehrteaber nochmals um und sagte: „Gehen Sie nachher nicht gleich fort,