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und essen Sie heute Mittag eine Suppe bei mir." Die Deputaten,durch diese Einladung überrascht, entschuldigten sich, daß sie in Reise-kleidern seien und darum unmöglich.... „Thut nichts," fiel Se. Ma-jestät ihnen in die Rede, „gcniren Sie sich gar nicht, wir sind ganzunter uns."
Bei dem Einzüge und den folgenden Festlichkeiten waren auf deSKönigs Wunsch Polizei und GenSdarmen so wenig als möglich einge-schritten; er hegte das schöne Vertrauen zu den Bürgern, daß der Bür-ger sich selbst Ordnung schassen würde. Dieses Zutrauen ward dannauch in nichts getäuscht und er gewann sich dadurch im Bürgerstandeviele Herzen.
Die seltenen Festlichkeiten hatten auch die Straßenjugend Berlins er-griffen. Sie schaarten sich mehrere Wochen lang zu Gewerböaufzügcnzusammen, bis die Polizei das Wesen hinderte.
Am ersten Geburtstage, den die Königin als Regentin feierte, begabsich ein langer Zug jener Knaben, mit Fahnen, Schärpen und Emble-men der Gcwc-bsinnungen geschmückt auf der Eisenbahn^ von Berlinnacki Potsdam. Die Polizei trug Bedenken, diese große muntere Schaarnach Sanssouci ziehen zu lassen. Als es der König erfuhr, bcschied ersie ins Schloß zu sich, öffnete ihnen selbst die Glasthüren des SaalcS,ließ sie gratulircn und bewirthete sie mit einem Frühstück, das die Kna-ben ihr Lebtag nicht vergessen werden; dann schickte er sie auf seine Ko-sten auf der Eisenbahn wieder zurück.
Bei dem Geburtstage der Königin im Jahr 1340 gab der geistreicheMonarch wieder Proben von seiner jovialen Gemächlichkeit.
Die unbesoldeten Communalbeamten luden das königliche Paar zueinem Mittagsmahle ein, erhielten jedoch von Seiner Majestät den Be-scheid: Meine Herren, den Geburtstag meiner Frau feiere ich, wie diesin jedem Familienkreise Sitte ist, in meinem Hause. Bei der Tafel