Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
36
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regen einbrach:Siehe, das ist ein preußischer BundcSgenoß!" ESwurde jubelnd als gutes Omen von den Umstehenden begrüßt, undProfessor Zeunc kleidete es nachher in ein artiges Gedicht, welches dieZeitungen mittheiltcn.

Dem Publikum schienen die traurigen Mienen der bebänderten Kam-mer- und Standesherren, die in ihren weißen Beinkleidern auf der Frei-treppe dem Regen am meisten ausgesetzt waren, nicht eben ein ernstesMitgefühl einzuflößen. Im Gegentheil schien man sich zu freuen, daßdie ritterschaftlichcn Deputirten nun doch auch unter freiem Himmelmir dem ganzen Volke naß wurden, doch war es kein feindlicher Humor.Nur als man Einzelne unter die Treppe retiriren oder sonst wo einObdach suchen sah, hätte man ein leises Gelächter bemerken können.

Gegen die Vorschrift, die Huldigenden sollen keine Regenschirme mitbringen, war unter der Bürgerschaft auch eine stille Protestation ein-getreten, und eS war sehr vernünftig, daß man von Seiten der Obrig--keit nicht dagegen einschritt. Als aber beim Regen mehrere Schirmesich aufspannten, machte sich die Polizei unter den Bürgern von selbst,und auch dieS ging ohne Störung und Feindseligkeiten ab. Ucberhauptstieg der Humor mit den immer heftiger werdender! Güssen, als wärees wirklich ein berauschendes Getränk, das die Versammlung erfrischteund kräftigte.

Man ergriff im Gedränge einen Taschendieb; es wäre zu viel Loya-lität von den Dieben gefordert, daß sie um des Bundes zwischen Kö-nig und Volk willen, ihren Berus aufgeben sollten. An dem bei derThat Ergriffenen wurde sofort Justiz verübt, ohne Polizei und Stadt-gerichte zu bemühen. Unter den Zurechtweisungen des Volkes, die em-pfindlicher als der Regen auf seinen Rücken träuften, schrie der Schelm,Js deS Huldijung!"

Am schlimmsten ging eS den Damen, welche in ihrer feinsten Toi-