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zurückstehen sollen gegen Landcdelleute/ welche kaum einige Hufen Ackerund dürftige Rechte über zwanzig oder dreißig Familien besitzen?
Der Grund, daß es von Alters her so gewesen sei und darum sobleiben müsse, schien den Wenigsten einzuleuchten; man meinte, daß dasneunzehnte Jahrhundert andere Forderungen zu machen habe, als daSachtzehnte, und dergleichen mehr.
Der König ward hiervon unterrichtet und gestattete die Wahl, wennman daS alte Herkommen nicht gelten lassen wolle, mit der Ritterschaftvereint, dann aber provinzenweis im Schlosse zu huldigen. Diese Be-willigung war eine erhabene Genugtbuung, eine Anerkennung der Zeit-verhältnisse. — Der Streit horte auf, man beschloß aber den Ritterstandaufzufordern, mit den Städten und Bürgern gemeinsam die Huldigungauf dem Schloßhofe zu leisten, selbst aber jedenfalls auf die königlicheVcrwilligung zu verzichten.
Nun gestaltete sich daZ Fest in der freudigsten Weise.
Man erzählt sich, daß die mediatisirten Fürsten und Grafen die Hul-digung verweigerten, bis der König ihnen ihre Rechte beschworen hätte,und ganz besonders sei es der Herzog von Aremberg gewesen, der mitgroßem Eifer für den Adel und dessen unantastbare, wohlerworbene Vor-rechte gesprochen.
Der König, so erzählte man weiter, sei durch Herrn von Rochowerst auf dem Wege zum Rittersaale von diesen Vorgängen unterrichtetworden, habe jedoch seinem, ein wenig bestürzten, vertrauten Ministerlächelnd erklärt, das habe gar nichts auf sich, er würde diese Herrenvollständig beruhigen. Und so geschah es.
Der König hielt eine Rede, welche einen magischen Eindruck auf diesestolzen Barone machte. Er redete sie, wie man sagt, mit den Worten:„Meine gnädigen Herren" an; erklärte, daß er sie Alle als seinesGleichen betrachte, und sie auffordere, ihn in seinem von Gott ihm ver-