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deckten Oeffnungen auf die riesenhaften Pferde. Sie schienen mit demWagen, abgelöst von dem festen Standorte, in den Lüften zu schwim-men, und ihren Lauf über die Stadt nehmen zu wollen. SchweresNachtgcwvlke zog hinter ihnen auf, sie allein funkelten goldig; die Stan-darte des Sieges mit dem heiligen Kreuz in der Hand der Göttin, strecktesich leicht in den Himmel aus.
Zu den Huldigungsfestlichkeiten ward das Opernhaus mit einem mäch-tigen Anbau versehen, der den ganzen Opernplatz einnahm. Ein Spei-sesaal für 2000 Personen ward hier für einige Tage aus Holz, Leinenund Pappen gezaubert. Dieser und der übrige Bau im Innern warauf 14 bis 15P00 Thaler veranschlagt.
Für zwei oder drei Zimmer bezahlte man gern auf zehn Tage, zwan-zig, dreißig und selbst vierzig und mehr Friedrichs'dor. Eine Wohnungvon acht Zimmern und Stallung ward von einem märkischen Edelmannfür zweihundert FriedrichSd'or auf vierzehn Tage gcmiethet.
Bei der Huldigung sollte Alles genau wieder so hergehen, wie imJahre 1797. Bei aller Mühe solches zu erwirken, fehlte es indeßdoch an allen Orten und vieles war neu, so die mediatisirten Fürstenund Barone, die jetzt zum ersten Male einem preußischen Könige Hul-digung leisten sollten. — Auch hatte die Zeit viele von den alten Satzun-gen zertrümmert, andere wankend gemacht und zerfressen. So schienman es als eine Ungebühr zu empfinden, daß die Ritterschaft für sichiir den Sälen des Schlosses die Huldigung leisten sollte, während dieDeputirten deS dritten Standes auf dem Platze davor, unter den Bür-gern Berlins und den Handwerksgesellen sich aufstellen mußten. Wirfind die Abgeordneten volkreicher Städte, hieß es, wir stehen hier im Na-men vieler Tausende unserer Mitbürger, wie kommt es nun, daß wir