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Die Uniformirung der einzelnen Schlächtergescllcn hatte an hundertThaler gekostet.
Die Bandhandlungcn wurden fast ausgekehrt, da jeder Theilnehmer we-nigstens eine farbige Schleife trug, und der Preis der Bänder stiegauf das Dreifache.
Der König ritt in der Landwehruniform am Schlage des Reiscwa-gens, in dem sich die Königin befand.
Im Schlosse angelangt trat der König, die Königin an der Hand,auf den großen Altan und unter unermeßlichem Jubel zogen die Ge-Werke vorüber.
Die Königin war tief gerührt, von der freudigen Liebe eines dank-bar hoffenden Volkes; auch der König war sehr bewegt.
Am Abend war Alles mit Ausnahme der öffentlichen Gebäude, illu-minirt, und es war rührend, so manches Dachfcnsterchen mit Blumen,Lampen und Gewinden vorzugsweise geschmückt zu sehen-
Der König hatte diesen Schlußact des Tages nicht angeschauet, erwar sogleich nach Sanssouci gefahren, um von so vielen angreifendenBegebnissen des letzten Monats auszuruhen.
Transparente, Allegorien und dergleichen gab es wenige, das naivstewar im vierten Stock eines gewaltigen Hauses, wo ein würdiger Klei-derkünstler einen großen preußischen Adler mit der Überschrift ausge-hängt hatte: „Unter deinen Flügeln kann ich ruhig bügeln."
In einer sehr bescheidenen Barbierstube hatte der Besitzer nur ein Talg-licht an's Fenster gestellt, aber auf geöltem Papier las man die Worte:Ein treues Herz sür's VaterlandIst besser als ein Licht verbrannt.
Einen großartigen Eindruck machte die magische Beleuchtung der Sie-gesgöttin auf dem brandenburgischen Thore. Dies selbst war dunkel,man hatte Gaöröhren hinaufgeleitet und dies reflcctirte nun aus ver-