Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
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Einzug zu halten, weil der Weg länger, die Straßen dort viel breiterund die Mcnschenmasse sich mehr vertheilcn könne.

Diese Anordnung war eine sehr gute und weise, denn der König er-innerte sich wohl des großen Unglücks, welches seinen Einzug nach sei-ner Vermählung begleitete, wo einige zwanzig Menschen den Tod fanden.

Nur den Vermiethcrn ihrer Fenster auf jener erstem Tour war damitkein Gefallen erwiesen, da Manche die auf Abschlag erhaltenen Lonisdorbereits nicht mehr besaßen und nun wieder herauszahlen sollten.

Der Festzug war so glänzend als möglich, und es gewährte einenschönen und großartigen Anblick die geschmückten Zünfte zu sehen mitihren Musikchören, ihren oft sebr sinnreichen Emblemen, Bannern undFahnen, ihren Lustigmachern und Flaggenschwcnkcrn; dazu die laubge-schmückten Häuser, deren Dächer man zum Theil abgedeckt hatte, danndie ungeheure Menschenmasse. Mäßig geschätzt mögen 150000 Menschensich hier vereint haben; deren Jubel das Königspaar begleitete.

Einen höchst imposanten Eindruck machte der Zug der Kauflcutc, trotzdem, daß dieselben durchweg in schwarzem Frack erschienen, ohne weite-res Abzeichen, als das eines unscheinbaren schwarz und weißen Bandesum den linken Arm. Aber die Eleganz der Toiletten jedes Einzelnen,die Sauberkeit des Reitzeuges und die durchgängige Trefflichkeit derPferde, gab diesem Zug ein durchaus nobles Ansehen.

Die Brauer und Fleischer, welche das alte Borrecht haben, die Für-sten einzuholen, sahen in ihren Uniformen und Federhüten aus wie eineVersammlung von lauter Generalen.

Den Kaufleuten an Eleganz und Zierlichkeit am nächsten standdas GeWerk der Glaser, deren Abzeichen grüne goldbefranzte Scher-pen waren, und die überaus prächtige Embleme trugen.