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Es suchte sich nämlich bei dieser Gelegenheit der lang unterdrückteGroll gegen die Gewcrbefreiheit überall Luft zu machen. Man wiesdaher alle die zunftlosen freien Arbeiter ab, die unter dem NamenPatcntmeister aus der Gewcrbefreiheit hervorgingen. Diese Patentmei-ster sind in vielen Gewerben die zahlreichsten, vielfach auch die wohl-habendsten und zum Theil die geschicktesten.
So giebt es z. B. in Berlin über 2000 Schneidermeister, aber nur000 davon sind Gewerkömeister; Schuhmacher zählt man 2500, darun-ter 800 Gewerksgenossen. Andere Gewerbe waren als Zunft schonfast ganz erloschen, wie die Buchbinder, von denen nur noch 17 dasGcwerke bildeten, 250 mit Patent arbeiteten.
Als 1810 die Gewcrbefreiheit eingeführt wurde, hob man nämlichdie Zünfte nicht auf, sondern überließ ihre allmählige Auflösung derZeit, welche aber an alten Einrichtungen wie auf die Macht des Vor-urtheiles nur einen langsamen Einfluß ausübt.
Die meisten dieser achtbaren Gewerbtrcibenden mußten sich also dasVergnügen versagen, an dem Zuge Theil zu nehmen, manche wohl auchscheuten die freilich nicht unbedeutenden Kosten und so kam es denn,daß, so glänzend auch die Züge der Gewerker waren, doch im Ganzennur ungefähr 14000 Meister, Gesellen und Lehrlinge daran Theil nah-men, während bei völliger Einigkeit und allgemeinem Beitritt leicht diedreifache Zahl zusammen sein konnte.
Da Alles danach rang, Zuschauer des königlichen Einzuges zu sein,so kam es dahin, daß Zimmer mit zwei Fenstern für den festlichen Tagmit 60 und 70 Thaler Gold bezahlt worden sind.
Man hatte bestimmt vorausgesetzt, der König müsse von Stettin durchdas neue Königsthor, die neue Königsstraße heraufkommen, und so wa-ren denn hier bereits alle Fenster bis in die Dachgiebel hinauf vermie-thet gewesen. Nun bestimmte der König vom frankfurter Thore aus den