Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
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Die Berliner Bürger nahmen den Antrag und Beschluß dcö Magi-stratö: den König bei seiner Rückkehr von Königsberg festlich einzuho-len, mit Begeisterung auf. Nur ein Hindcrniß stellte sich der Ausfüh-rung entgegen! der Wille des Königs. Dennoch ward vieles vorbe-reitet, ehe man noch wußte, ob diese Bitte genehmigt werden würde,und wirklich erfolgte zunächst eine abschlägige Antwort; doch jedes Be-denken schwand endlich durch den Wunsch, den Bürgern die Freude nichtzu verderben.Ich darf mich," sagte der Monarch,der Stadt undibren Festen nicht entziehen."

Aber um wenige Tage vor dem Könige selbst traf der Bescheid ein.Nur wahre Begeisterung konnte es unternehmen in der kurzen Frist nochAlles dazu vorzubereiten.

Die Ehrenpforte, auf dem Aleranderplatz, deren Dimensionen wennnicht colossal doch großartig waren, ward in drei Tagen und Nächtenhergestellt und nicht Regengüsse, noch Finsterniß hinderten ihre Vollen-dung. In derselben Zeit waren alle Straßen durch welche Ihre Ma-jestäten fahren mußten, festlich mit Laub- und Blumenkränzen geschmücktworden.

Ein Aufzug, wie der beschlossene, gehörte nach der 43jährigen Re-gierung eines Monarchen, der ein so entschiedener Feind aller Festlich-keiten dieser Art war, in den Straßen Berlin's nicht zu den Seltenhei-ten, sondern zu den Wundern. Das Ercigniß selbst, der Einzug einesKönigs, hatte seit 25 Jahren, der eines neuen Königs seit mehr als50 Jahren nicht stattgefunden.

Wie lebhaft das allgemeine Verlangen war, an dem Zuge Theil zunehmen ging wohl am Sprechendsten daraus hervor, daß viele, die bis-her nur Patentmeister gewesen, die Gebüren für das Meisterwerken aus-zutreiben und in die Gewerbe einzutreten suchten, wobei die Behörde eswenigstens vermittelte, daß ihnen das Meisterstück erlassen wurde.