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Man erzählte, daß die nächste Umgebung des Königs in Königsbergin großen Zorn und Verwirrung gerathen war über die verwegeneBitte, daß man mancherlei Mittel anwendete, um die Adresse der Ständezu hintertreiben, ja daß man soweit ging, dies Versahren als einen fre-ventlichen Versuch zur Auflehnung gegen das angestammte Fürstenhauszu bezeichnen. Man versuchte den König selbst zur strengen Abwei-sung der Petition zu bewegen, und eine Zeit lang schien es fast, alswerde die Ueberraschung den Sieg davon tragen. Um so schöner aberwar die erste Erhebung, mit welcher der Monarch, nach Ueberwindungdes ersten Eindruckes, anerkennend und selbst belobend über die Motiveihres Handelns zu seinen Jugendfreunden sprach, welche sich an dieSpitze der preußischen Stände gestellt hatten, und diese Stellung durchRang, Würde und patriotische Tüchtigkeit so wohl verdienen.
Eine Erfüllung der ausgesprochenen Wünsche konnte, web die Ver-hältnisse erwog, für jetzt wohl kaum erwarten.
Unter einem so geistig auserweckten, für alles Gute glühenden Mo-narchen werden viele der Segnungen einer freien Verfassung uns vonselbst zufließen; aber noch ist es für Preußen, den langen Länderstreifzwischen Memel und Trier, der einer großen Heeresmacht bedarf undEinheit des obersten Willens, um Eines zu bleiben und Front zu ma-chen zugleich gegen Westen und Osten, nicht an der Zeit eine Constitu-tion zu besitzen, wie sie für compaktere Staaten mit einer Bevölkerung,die keine provinziellen und materiellen Interessen trennen, sich eignet undauch da nur sich bewährt hat.
Und dann, wer wie der König mit glühendem Willen das Gute zuthun bereit ist, kann nicht wünschen, daß er durch Willen, Überzeu-gung und Einsicht Anderer darin gehemmt werde.