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weckt sein Innerstes ; man kann von ihm für Preußen und Deutschlandgroße Tage verheißen, die Vollendung von Allem, was jetzt noch man-gelhaft ist." 4
Ein Jahr später, nachdem der Unterricht in der Finanzkunde begon-nen, schreibt Niebuhr:
„Es sind immer nur zwei Stunden wöchentlich. Seine Aufmerksam-keit und Theilnahme sind so lebhaft, als ich sie nur wünschen kann;eine Menge verschiedenartiger Lehrstunden könnten ihn sonst wohl er-müden. Er fragt und redet viel, und äußerst verständig und geistreich."
In einem späteren Briefe: „Ich freue mich', wenn der Tag kommt,zu ihm zu gehen. Er ist aufmerksam, nachfragend, voll Interesse, undalle die herrlichen Gaben, womit ihn die Natur so reich ausgestattethat, entfalten sich in diesen Stunden vor mir. Ost wendet unsere Be-schäftigung in Gespräch ab, aber nicht in Geschwätz, es ist kein Ver-lust dabei. Sein fröhlicher Sinn thut tieferm Ernste keinen Eintrag,und sein Herz ist so tief bewegt wie seine Phantasie leicht geflügelt.Er sucht Urthcil und Belebrung olme sich irgend einer Autorität zu er-geben. Ich habe nie eine schönere Jünglingsnatur gesehen. Er weißes auch, wie lieb ich ihn habe, das sehe ich in seinen Blicken, und wa-rum ich ihn liebe; daß es nicht die äußern Verhältnisse sind, die michso zu ihm hinziehen".. .
Diese Urtheile sind um so schätzenswerther, da sie von einem Mannekommen, der nichts weniger als ein Mann der Schmeichelei und Schön-rednerei war.
Schon frühe bewunderte man seinen Witz und Scharfsinn und vonMund zu Munde verbreiteten sich eine Menge der herrlichsten Zügeund Aussprüche, welche von der ihm inne wohnenden geistigen Kraftzeugten und wie richtig er das Bessere und Wahre überall erkannte.