Liebe nichtw.;" sowie auch jener Rath eines weisen Königs: „Ge-horche der Zucht deines Vaters, und verachte nicht das Gebet deinerMutter, denn solches ist ein schöner Schmuck an deinem Haupte undeine Kette an deinem Halse." Möchten beide Kernsprüche, welche ichin glücklichen Zeiten zum erstenmal hörte, nie aus meiner Seele kom-men und mich kräftig antreiben daö abzulegen, und zu ändern, wasallen, welche mich lieben und es so gut mit mir meinen, und auch mirselbst, wenn ich darüber nachdenke, an mir mißfällt und mißsallen muß.
Delbrück wurde 1809 entlassen und an seiner Stelle ward der da-malige Staatörath Aneillon Prinzenerzieher.
Der Vater der preußischen Landwehr, Scharnhorst, so wie Knesebeck,weihten den Fürstcnsohn in die Kricgswissenschaften ein; Niebuhr, der1306 aus Kopenhagen berufen worden war, um bei der Bearbeitung derzerrütteten preußischen Finanzen thätig zu sein, lehrte ihn Finanzkundeund Savigny, aus Frankfurt am Main gebürtig und 1810 Professoran der neuen Universität in Berlin geworden, so wie Lancizolle undRitter führten den Kronprinzen in die Rechts- und Staatöwissenschaf-ten ein, während zugleich die Vorliebe und das ausgezeichnete Talentfür die zeichnenden Künste durch Schinkel, Rauch und andere berühmteMeister gepflegt wurde.
Alle die vorhin genannten Männer hatten das Vertrauen FriedrichWilhelms in. eben sowohl durch ihre hervorstechenden geistigen Fähigkei-ten, und durch ihren literarischen oder administrativen Ruhm, als durchihre patriotische Gesinnung, durch persönliche Anhänglichkeit an das kö-nigliche Haus und durch die Grundsätze, denen sie in dem Anbau derWissenschaften folgten, verdient und befestigt. Sie gehörten zu demKreise von Männern, welche, um Trost für die unbefriedigende Gegen-wart und Hoffnung für die bessere Zukunft zu finden und in Andernzu erwecken, sich zur Geschichte der Vorzeit, zur Sprache, Kunst und