Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
515
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scherzend; erfüllt von Königlicher Autorität, die Ehrfurcht,und männlicher Würde, welche Vertrauen einflößte.

Viele haben in solcher Vereinigung Gegensätze, Wider-sprüche, Jnconsequcnzcn und Schwächen, finden wollen, undwenn sie dieselben wahrnahmen, den König getadelt, und dasie das Vorzügliche an Ihm nicht in Abrede stellen konnten,Ihn einen guten Herrn genannt, der es mit Keinemverderben wollte. Die so über Ihn gcurthcilt, haben Ihnaber nicht gekannt, wenigsten» nicht in Seiner Ganzheit.Wer schwach und inconscqucnt sich nach den Umständenmodelt, jedesmal das ist, was sie aus ihm machen, und mitKeinem es verderben will, verdirbt es am Ende mit Allen,und weil man die dabei unvermeidliche Unwahrheit undFalschheit bald durchschaut, traut man ihm nicht; ein solcherzweideutiger Mensch, der den Mantel jedesmal nach demWinde hängt, erscheint bald nach der öffentlichen Meinungals unzuverlässig und verliert, wie falsches Geld, allen Credit.Ist ein solches Subjcct unglücklicherweise ein König, soliebt und fürchtet man ihn nicht mehr, weil man ihn nichtmehr achten kann, und er wird bald, wie ehrerbietig sichauch seine nächsten Umgebungen zeigen, in seiner Negativitätein Gegenstand des allgemeinen Mitleides. Solche schwachenKönige können dabei sehr liebenswürdig, sogar geistreich sein;aber weil sie weder kalt, noch warm, sondern lau, ohneCharakter sind, so sind sie immer schlechte Könige, und imletzten Resultate verderblicher, als harte und despotische, diedabei fest und consequcnt auftreten. Beides taugt nicht undweder auf die eine noch auf die andere Seite neigte sich derKönig Friedrich Wilhelm III. Er stand in der Mitte. Er

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