Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
444
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von Bernstorf richtete ernst und wurdevoll seine Blicke aufauswärtige Verhältnisse; der Minister von Schuckmann, zwarkein geistlicher Minister mehr, aber als der des Innern undder Polizei, von der seltsamen Idee einer protestantischenHierarchie gequält, hatte die vermeinten Hosthcologcn imAuge; der Kricgsministcr von Hake hatte mit der Armee zuthun und studirte nebenbei die Homöopathie; der Justiz-Minister von Kircheiscn controlirtc und hielt die Rechtssvrmcnfest; der Finanz-Minister von Motz beschäftigte sich, wie seinliberaler Gehülfe Maassen, mit dem deutschen Zollvereinu. s. f. Alle diese hochgestellten Männer ehrten und liebtenvon Herzen den König; Alle waren religiös, und in ihrerMannigfaltigkeit würde Er Vielseitigkeit gefunden haben; aberüber kirchliche Dinge sprach Er nicht mit ihnen, Er ver-schloß sie in Seine Brust, Er war auch eine lauge Zeit mitWitzlebcn abwesend. Gesund und frisch kam Er von Tcplitzzurück und wohnte auf der Pfauen-Insel mehrere Wochen.Seiner gottesfürchtigen Gewohnheit nach wohnte Er demsonntäglichen Gottesdienste in der Hof- und Garnison-Kirchewieder bei.

Es ist ein nicht genug zu achtender Vorzug des geist-lichen Standes, daß er, frei von aller Mcnschenfurcht, ohnealle feige Rücksicht auf dem festen Grunde göttlicher Auto-rität die ewigen Wahrheiten des Evangeliums, wie Christusund seine Apostel sie verkündigt haben, ungehindert vortragendarf. Dieser Vorzug ist, lebt und webt vorzüglich nach demmusterhaften Vorbilde des srcimüthigen Volksrcdncrs Lutherin der protestantischen Kirche, die nicht aufhören darf, fürund für gegen alle menschliche Autorität in christlichen Dingenzu protestiren, eingedenk des ihr das Leben und Wesen gebenden