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Ihn überreden und überlisten wollte. Alle, die nicht redlichmit der Sache selbst es meinen, springen von der festen Re-gel des Gesetzes und Rechtes ab, versuchen es mit der Will-kür und wollen damit durchkommen. Damit hat, besondersin kirchlichen Dingen, der König viel zu thun gehabt, undEr hat mehr wie ein Anderer dabei gelitten, da Er in allenStücken ein gerader, ostener und legaler Mann war. DieLiturgie und Agende, die Union, der Mysticismus und Pie-tismus, seine lichtscheuen Verstecke, wie seine Tergiversationen,haben Ihm viele Sorgen und Leiden gemacht. Nie aberwar es Ihm leid, die Sache angefangen zu haben. Er singsie nicht an, um sich einen Namen zu machen, daran dachteEr nicht; Er konnte nicht anders; in Allem war Er selbst;Seine Individualität blickte überall durch; Ihn trieb alleindie Wahrheit und ihr Heil, wie die Wohlfahrt der Menschen.
Je tiefer Er in die Union sich hineindachte, desto mehrfand Er in ihr. Dicß wurde mir klar einige Jahre vorSeinem Tode. Es war ein schöner, milder Sommcrabend,als Er den Wsten August 1855 auf der Pfaueninsel in einemlangsamen und behaglichen Spaziergange bei einem mitstattlichen Eichbäumen bewachsenen, berieselten Grasfelde ste-hen blieb und sinnig die dort weidenden Schafe betrachtete.Dieselben waren sehr verschieden an Gestalt und Größe, nachdem Lande, aus welchem sie aufgekauft, hier, wo sie gutgehegt und gepflegt wurden, hergebracht waren und sich be-reits acclimatisirt hatten. Sie weideten gesund, frisch undfröhlich, und der Hirt stand mit seinem Schäfcrstabe nichtfern. „Eine hübsche Union!" sagte der König, mich heiterund ernst freundlich ansehend. Er schwieg nachdenkend still;dann fuhr Er fort: „Unter diesem angenehmen ländlichen