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3,2 (1846)
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regierte. Aber so traurig diese Sache relativ ist, so ist siedoch an sich ein neuer Beweis, wie tief im Menschen dasreligiöse Bedürfniß liegt, da sein subjectiver Glaube ihn starkund geneigt macht, auch die schwersten Opfer zu bringen.Doch wozu ist dieser Glaube, wenn er ein blinder ist undfanatisirt wird, nicht sähig? Mit leuchtend brennender Schrifthat die Geschichte in ihre Annale» diese traurige Wahrheiteingetragen. Wir finden sie durch Jahrhunderte bei fast allenNationen, bei den Negierungen und dem Volke; und ist unserZeitalter, das sich das aufgeklärte nennt, davon jetzt frei unddagegen sicher??

Der König Friedrich Wilhelm III. war bei Seinemhellen Verstände und edlen, menschenfreundlichen Charakter

späncn mit den Worten:Da du den Heiligen das Herz be-trübt hast, so betrübe und verzehre dich das ewige Feuer!"Die altlutherischcn Gemeinden in Amerika sind schon auf demPunkte, daß sie das, was ihre Prediger sagen, höher halten,als das Evangelium. Selbst so bittere Enttäuschungen, wiedie mit dem berüchtigten Bischof Stephan, haben Nichts ge-fruchtet. Die Stephaniancr bleiben Stephanianer, auch nach-dem Stephan als ein ruchloser Betrüger entlarvt worden. DieAutorität, welche dieser Mensch über seine Gemeinde ausgeübt,grenzt an's Fabelhafte. Büttner zählt gerade ein Biertelhun-dcrt Confessionen und Sekten auf, in welche die Deutschen Aus-wanderer, unbeschadet der Confessionen, welche sie unter denAngloamerikanern schon vorfanden, in Amerika zerfielen, undjede hält ihre Kirche für die alleinige allgemeine rechtgläubigeund ihren Glauben für den alleinseligmachenden!

Der Hauptschriftsteller der Katholiken und Redakteur ihresHauptblattes ist ein vor S Jahren erst in den Schoß der Kirchezurückgetretener Alt-Lutheraner, Max Oertel, der auch inder Stephan'schcn Geschichte genannt wird."