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höher schlägt und in Liebe und Freude überfließt. Wie einstder Knabe Luther im Kreise armer Chorschüler stand, de-müthig und anspruchlos: da ahnete, da dachte Keiner, daßin ihm verborgen lag der große, herrliche, unsterbliche Mann.Und wer weiß, wie Viele unter euch sind, die einst das Ge-meine verschmähen, sich über das Gewöhnliche erheben, undum das Vaterland und die Welt sich große Verdienste er-werben werden. Und darum wünsche ich in dieser seltenenheiligen Stunde meiner schwachen Rede Milde und Kraft,daß sie in euer Herz dringen, der Begeisterung Funken ineuer Gemüth ausstreuen, still und tief kräftige Entschlüssein euch anregen, und euch für Alles, was groß und gut,edel und schön ist, begeistern möge. Und da wählt den gro-ßen, göttlichen Mann selbst, dem dieses Fest geweihet ist,euch zum Muster, und tragt sein Bild voll Kraft und Liebein eurem Herzen. Seht, wie er als Knabe schon in derstrengen Schule der Anstrengung, des Fleißes und der Selbst-verläugnung, der Zucht, Ordnung und Gottesfurcht, sich zudem gebildet hat, was er wurde. Lernt an seinem Beispiele,was aus dem Menschen werden, wie er aus der Niedrigkeitsich hinauf und empor arbeiten kann, wenn ein frommer undkräftiger, ein muthiger und fester Wille ihn belebt und beseelt.Seht an ihm, wie nicht Geburt, nicht Stand und Rang,sondern nur allein persönliche Würdigkeit groß und gutmacht. Seid ihr dürftig, niedrig und arm: fürchtet dieDürftigkeit, Niedrigkeit und Armuth nicht; er selbst, einesarmen Bergmanns Sohn, spricht und ruft euch zu: ArmerLeute Söhne müssen sich aus dem Staube arbeitenund viel leiden. Und weil sie nichts haben, daraufsie können stolziren und pochen, lernen sie Gottvertrauen, drücken sich und schweigen still; und so