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und Erzieher. Wir erinnern uns heute an einen großen,ehrwürdigen, von Gott gesandten und ausgerüsteten Mann,der, wie nie Einer vor ihm, wie nie Einer nach ihm, mitdem glücklichsten, segensreichsten Erfolge auf die Kinderwcltgewirkt hat, und dessen Wirkungen uns noch immer umge-ben. Die erste Frage, die sich dabei aufdrängt, und der sichnicht ausweichen läßt, ist die-.durch welche Wahrheiten, durchwelche Grundsätze hat er dieß bewirkt, und durch welcheKräfte so viel Großes und Herrliches zu Stande gebracht?Fragen wir seine Schriften; sehen wir an sein Thun undWirken; hören wir ihn selbst, — so erhalten wir keine andereAntwort auf unsere Frage, als die unser Text uns giebt:Wenn du von Kind auf die heilige Schrift weißt, kann dichdieselbe unterweisen zur Seligkeit durch den Glauben anChristum Jesum. Diese von Gott eingegebene Schrift istunfern Kindern nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung,zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, daß sie heranwachsen zuvollkommnen göttlichen Menschen, zu allem Guten geschickt.Alles, was der unvergleichliche Mann für Kinder fühlte,Alles, ryas er für sie hinterließ, entsprang einzig bei ihm ausseinem hohen Glauben an die stille und tiefe wunderbareGewalt des göttlichen Wortes auf das Herz des Menschen.„Wo" — so sprach er unaufhörlich, „wo die heiligeSchrift nicht regiert, da rathe ich fürwahr Nie-mand, daß er sein Kind hinthue. Es muß verder-ben Alles, was nicht Gotteswort ohne Unterlaßtreibt. Ich habe große Sorge, die Schulen sindPforten der Hölle, so sie nicht emsiglich die heiligeSchrift üben und treiben in das junge Volk. *)
*) Luthers Werke. Theil VI. Wittenberg. An den christlichenAdel deutscher Nation.