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friedlichen Vereinigung. Es war nun bestimmt ausgespro-chen, was mehr und minder, dunkel und klar, schon in allenSeelen lag; aber es kam zum Bewußtsein und trat msLeben, sobald der verehrte und geliebte König sich erklärthatte.
Ein Fest, wie das dritte Säcular-Fest der Reformation,mußte festlich vom ganzen Lande gefeiert werden, und umauf eine würdige Begehung vorzubereiten, wurde es Sonn-tags vorher in allen Kirchen von den Kanzeln an- und ab-gekündigt. Dicß geschah am Solenncsten in den beiden Re-sidenzstädten Berlin und Potsdam, und am 2sistcn Octobcr1817 hielt in Gegenwart des Königs, Seines Hauses undHofes, Referent folgende Rede:
„Du, der du deine Kirche auf einem Felsen gegründet,und im Strome der Zeiten sie schützest und bewahrest; du,der du verheißen hast: Ich bin bei Euch alle Tage, bisan der Welt Ende, — sei auch mit uns in dieser heili-gen Stunde. Lehre uns verstehen dein großes, unendlichesWerk; erfülle uns mit dankvollcr Erinnerung an die Werk-zeuge deiner Hand, die für deine heilige Sache lebten, wirk-ten und starben. Laß uns lebendig erkennen und tief em-pfinden, was wir deinem untrüglichen Worte und dem gro-ßen, von dir erleuchteten Manne verdanken, der es derchristlichen Welt rein und unverfälscht wiedergegeben hat.Stimme, wecke, bereite uns vor, das große Fest der Stiftungder Kirche, welcher wir angehören, würdig und mit ernstemSinne zu feiern. Lehre uns seine Bedeutung und Verpflich-tung verstehen, und segne dazu die Betrachtung, die wir jetztmiteinander anstellen wollen."