435
Graf von Trautmannsdorff-Weinsberg, sich das Manuscriptdieser Gedächtnißrede erbitten; und zugleich erhielt ich denKöniglichen Befehl, sie drucken zu lassen, damit ein Jedervon dem Grenadier-Regiment des Kaisers Franz zum An-denken an die ernste, heilige Stunde ein Eremplar dieser Ge-da'chtnißschrift empfange; der König sagte mir aber mundlich,daß ich sie an des jetzt regierenden Majestät, den Kaiser Ferdi-nand, durch den Fürsten von Metternich Durchlaucht schickenmöchte. Ich that das, und erhielt von dem Haus- undStaatSkanzler Fürsten von Metternich eine Antwort, die ich alsDocument der damaligen Zeit und zum neuen Beweise, daßdem wahrhäft großen Manne und seinem Gemüthe Nichtsklein ist und auch das Kleine und Unbedeutende einer kleinen,bald vergessenen Rede durch seine Behandlung groß wird,hier wörtlich treu mitthcile:
„Hochwürdiger Herr Bischof!"
„Ich erfülle den Befehl Seiner Majestät, des Kaisers,meines allcrgnädigsten Herrn, indem ich Euer BischöflichenHochwürdcn Seinen gerührten Dank für die von Hochden-selben dein Andenken Seines verewigten Herrn Vaters, desKaisers Franz Majestät, gewidmete Gedächtuiß-Redc, vonwelcher Sic auch ein Eremplar an Se. K. K. Majestät ein-gesendet haben, ausdrücke."
„Dem Gefühle Seiner Majestät nach war es nicht mög-lich, die erhebende Feier, welche Seine Majestät der Königder Erinnerung an Seinen von Gott zu sich berufenen Freundund Bundesgenossen veranstaltet hatte, in einfach ergreifen-deren Worten zu verherrlichen, als Solches in jenen geschah,welche Euer Bischöflichen Hochwürden am lü. März, an
28»