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Unermeßliche schnuet, steht unter Pappeln eine grüne Bank;sie war ein Lieblingssitz des Kaiserlichen Ehepaars.
Im Geiste versetzt man sich gern dahin in die nun ver-lassene stille einsame Gegend. Es umschwebt diesen freiwil-lig nach dem Herzen gewählten Aufenthalt des Kaisers undder Kaiserinn ein eigenes Helldunkel, das mehr der Abend-röthe, als dem hellen Mittage gleicht. Sanft tagt darindas Leben, welches, fern von der Welt und ihrem Geräusch,eine stille Ruhe athmct: den Herrn und Regenten einer hal-ben Welt, der auf dem Europäischen Schauplatze eine sowichtige und entscheidende Nolle gehabt, dessen gefeierten Na-men man in allen Sprachen nennt, sieht man ein ganzesJahr zurückgezogen in der Stille leben, in der Einsamkeitsuchend, was er in den glänzendsten Zerstreuungen und inden vornehmsten Kreisen nicht gefunden. Dieß Lebensbildwird um so anziehender, da in ihm eine durch Geist undGemüth ausgezeichnete Frau erscheint, die durch das heiligeBand der Ehe eine Kaiserinn ist. Beide sind Ein Herz undEine Seele und finden aneinander, was dem Leben genügtund ihm täglich neue stille Reize giebt. Wir sehen keinenprächtigen Hof mit seinem Reichthum; wir werden nicht ge-wahr eine vornehme Umgebung; wir bemerken keine zahl-reiche Dienerschaft, wie wir es an Kaiserlichen und König-lichen Hosen gewohnt sind. Und doch ist hier ein mächtigerKaiser und eine verehrte Kaiserinn; sie leben und residiren
*) Siehe die Nachrichten über Taganrog und seine nächste Umge-bung in der „Vossischen Zeitung, Nr. 278. 1844. Petersburg,den Ib. November 1844."