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er auf einem vertrauten Fuße; mit seinem Varmissen stander mit den Cabinetten in London und Wien in einem ver-
fand sich angesprochen von einer Volksthümlichkeit, die, entferntvon großen Städten und von ihrer Verflachung durch Bergeabgeschnitten, originell geblieben und in allen Classen voll vonOriginalen ist. Dieser Gegend hatte er seine reife männlicheThätigkeit gewidmet; die ganze Provinz war des Segens der-selben froh geworden. Ihn kannte ein Jeder persönlich; Je-dem hatte er mittelbar oder unmittelbar gedient; ihm kam Je-der ehrerbietig und treuherzig in gutem Vertrauen entgegen,der gemeine Mann nannte ihn am Liebsten „unseren altenOberpräsidentcn." Da, wo man geliebt wird, liebt man wie-der, und man fühlt sich da wohl und zu Hause, wo man gerngesehen wird. Dieser sympathetische Einklang theilt sich demHerzen mit; in dem Geben liegt auch immer cm Nehmen, undBeides erzeugt eine Harmonie des Herzens und Lebens, in wel-cher das innere und äußere Sein eine frische und immer wie-derkehrende Neuheit erhält, in welcher man das Haus und dieMenschen in der nahen und fernen Umgebung liebgewinnt.
In dieser Stimmung und Befriedigung des Herzens kauftevon Stein das prächtige Kappenberg vom Staate an und ver-wandelte das ehemalige Kloster in ein Schloß. Auf der Höheund in den heiteren geschmückten Sälen desselben hatte er vorsich liegend den Heltweg und das Südcrland mit den Bergen,seine geliebte Grafschaft Mark. Von Zeit zu Zeit erschien erin Berlin, leitete die Angelegenheiten der Stände in Münster,und wohnte den Verhandlungen der Synode bei. Die Angele-genheiten von Europa behielt er im Auge, und stand fortwäh-rend mit den einflußreichsten Männern im Briefwechsel. Manehrte die tiefe Einsicht und benutzte die Erfahrung des ehrwür-digen Nestor's. Er beschäftigte sich am Liebsten mit Geschichteund studirte sie in den Quellen. Seine religiöse Ueberzeugungwurde stets Heller und neigte sich immer mehr zum Positiven.Das Evangelium Jesu Christi wurde ihm das Buch aller Bü-cher und der Geist desselben machte ihn mit der Zunahme derJahre gewisser und freudiger, fester und milder. Im Stilleis