Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
Seite
166
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und kann von dem heiligen Orte, wo die körperlichen theu-ren Uebcrrcste der Heimgegangenen aufbewahrt sind, und woden Sarkophag jetzt eine Siegcskrone schmückt, sich nichttrennen. Er trägt tiefes stilles Leid um Die, welche SeineSeele liebt; nur an Sie denket Er und legt auf IhrenSarg das Symbol des großen Werkes, das soeben vollbrachtist. Dann reißt Er sich los und eilt nach dem Rhein hin,und zu Frankfurt am Main hält bei'm feierlichen Gottes-dienst der wackere Feldprobst Offclsmeyer vor dem Haupt-quartier eine frischen Heldenmuth athmende treffliche Pre-digt über den biblischen Text: „Bis hierher hat derHerr geholfen," deren Tendenz ist: Vorwärts!

Er ging mit muthigcn Heldcnschaaren vorwärts undkam nach Paris. Auf dem Rückwege sehen wir Ihn aufden hohen Bergen und in den stillen Thälern der Schweizstillvergnügt in Seinem gewöhnlichen Reisewagen. Er istSieger, und das, was Er mit Seinen Alliirtcn und derentapferen Truppen zu Stande gebracht, ist eine Weltbcgcben-heit, von der die ganze Welt spricht. Aber Er reiset nichtals Sieger; Er umgicbt sich nicht mit einem Geräusch ma-chenden prächtigen Gefolge. Er fährt still und unbemerktals ein Privatmann durch s Land und neben Ihm sitzt imWagen Sein treuer Gehülfe, der Obrist von Witzlebcn.*)

tue, zum Beweise, daß eine religiöse, ruhige und schöne Stim-mung auch bei prosaischen Menschen, sobald sie nur wahr sind,auch immer eine poetische ist.

*) Jocob Wilhelm Ernst von Witzlebcn, der Sohn des Preu-ßischen Obristen von Witzlebcn, eines biederen, echt deutschen