Druckschrift 
2,2 (1845)
Entstehung
Seite
162
Einzelbild herunterladen
 

leihen, deren Verdienst besonders anerkannt ist. Die Aus-zeichnung soll in einem Ehrenzeichen bestehen, das den be-deutungsvollen Namen Luisen-Orden führt. Die In-signicn dieses Ordens bildet ein schwarz cmaillirtes goldenesKreuz mit einem himmelblauen Mittelschilde, das vorn denBuchstaben L mit einem Sternenkranze und hinten die Zah-len 1813 und 1814 zeigt; es wird an dem weißen Bandedes eisernen Kreuzes mit einer Schleife auf der linken Brustgetragen. Frauen und Mädchen können den Orden erhalten,sofern sie dem Vatcrlande durch Geburt oder Vcrheirathungangehören, oder nationalisirt sind. Die Zahl der Ordcns-damcn ist auf hundert beschränkt. Zu ihrer Auswahl istein Eapitel ernannt, in welchem die Prinzcssinn Wilhelmden Vorsitz führt und zu welchem die Gräsinn von Arnim,die Generalinn von Bogaslawsky, die Ehefrau des Kauf-manns Wclper, und die Wittwe des Bildhauers Eben, alsMitglieder gehören. Das Eapitel hat die Obliegenheit, ausder gcsammten Monarchie möglichst vollständige Nachrichtenüber die verdienstlichen Handlungen des weiblichen Geschlechtseinzuziehen und nach vollständiger Prüfung diejenigen Hun-dert auszuwählen, welche entschieden die Würdigsten sind,und diese dem Könige vorzuschlagen."

Die Prinzessinn Wilhelm, eine bekanntlich edle Frau,die allen anderen Preußischen Frauen, wie überhaupt in al-len christlichen häuslichen Tugenden, so besonders in zarterThcilnahmc an der Verpflegung der Verwundeten, ein hohesVorbild war, war und ist die Vorstcherinn dieses weiblichenOrdens; aber ihr zur Seite stehen nicht bloß eine Gräsinnund Generalinn, sondern auch die Ehefrau eines Kaufmanns,und die Wiltwe eines Bildhauers; und jetzt l844, später