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Abstufungen auf der Brust des hoch und niedrig Gestelltenstehet. Der Fürst, der Graf, der Edelmann und Ministerhat es sich errungen; aber auch der Bauer hinter dem Pfluge,der Tagelöhner in der Hütte, der Handwerker, der Actcn-träger. Es ist nicht geknüpft an Stand, Rang und Ge-burt; es ist Jedem zu Theil geworden, der in der Stundeder Gefahr nicht feige erbebte und heldcnmüthig tapfer war.Da es ausschlicßungsweise nach dem Willen des Stiftersnur für den heiligen Krieg bestimmt ist, so wird mit jedemJahre es seltener; wenn der Letzte, der es getragen, schlafengegangen und mit ihm es verschwunden ist, wird es eineheilige Reliquie werden, und noch das Andenken des Kö-nigs Friedrich Wilhelm III. bewahren, der die Zeit undSein Volk verstand, und der späteste Enkel wird noch mitEhrfurcht und Dank nennen den König mit dem eisernenKreuze.
Zum Beweise, daß der Sinn und die Bedeutung des-selben in die Volksmeinung eingedrungen, stehe hier folgendewahre Anecdote.
Ein Mann von hohem Range fuhr, mit Extrapost vonDresden kommend, von Beelitz nach Potsdam. Der Ehaus-seeweg war damals noch nicht ganz fertig, der Postillonmußte über eine halbe Stunde im tiefen Sande fahren. Dadieß dem Reisenden zu langsam ging und er Eile hatte, sotrieb er den Fuhrmann an. Dieser entschuldigte sich mitdem schlechten Wege, und versicherte, daß er auf bald gutemdas Versäumte schnell wieder einholen werde. Damir waraber der Passagier nicht zufrieden und fuhr heftig den Po-stillon mit Schimpfreden an und mit der Drohung, daß erihn durchprügeln werde, wenn er nicht aufhöre, zu raiso-