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und frommen Kraft, welche die beseelte, die es verdientenund errangen. Es hat die Form und Gestalt eines Kreu-zes, des heiligen, ehrwürdigen Sinnbildes unsers christlichenGlaubens an den Heiland und Erlöser der Welt, der fürdas menschliche Geschlecht am Kreuze starb, um es von al-lem Elende zu erlösen und zu versöhnen mit Gott. Da-durch und seit dieser Zeit ist das Kreuz bei allen christlichenVölkern das bedeutungsreiche, vielsagende Zeichen geworden,woran sich die erhabensten Wahrheiten, die rührendsten Vor-stellungen, die heiligsten Pflichten, die stärksten Beweggründe,die glücklichsten Gefühle der Liebe und der Dankbarkeit, desVertrauens, des Trostes und der Hoffnung knüpfen. Einheiliges Sinnbild, das man nur an heiligen Stätten, aufKirchen, auf Altären, auf Siegesfahnen, und nun auch, nachdem tiefen und frommen Sinne eines christlichen Königs, aufder Brust christlicher Helden erblickt.
Denn das sollte Jeder fühlen, daß bei diesem großenund schweren Kampfe gewöhnliche menschliche Einsicht undKlugheit, gewöhnliche menschliche Berechnung und Anstren-gung nicht ausreichen würden. Der Blick auf das Kreuzsollte den Blick höher auf Den richten, von dem alleinHülfe und Rettung kommt. Der Blick aufs Kreuz solltemit der höheren Kraft einer heiligen Begeisterung erfüllen,die vor keiner Gefahr erbebt, der jede Furcht fremd ist, unddie keiner Beschwerde muthlos erliegt. Der Blick aufsKreuz sollte zu dem kühnen Heldcnmuthc erheben, entwederzu siegen, oder zu sterben. Darum war dieser Kampf, so-wohl in dem Geiste, mit dem, als in dem Zweck, für den ge-kämpft wurde, ein heiliger Kampf, dem Gott, der Lenkerder Schlachten, in dem Uebergewichte geistiger und sittlicherKräfte die herrlichsten Siege verliehen.