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2,2 (1845)
Entstehung
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den läuternden Gang Seines Lebens wen Er auf Wende-punkte gekommen, die für immer entschieden und abrundeten.In dem Jahre 1806 lag, es ist nicht zu leugnen, ein ge-wisses Schwanken und eine Unsicherheit und Unentschlossenheitin Ihm, die Sein Wesen theilte; und jede innere Halbheiterzeugt verderbliche halbe Maßregeln, die den Einsichtsvollenund Guten einschüchtern und ermüden, den Schlauen und Bösenaber muthig und verwegen machen. Der König hatte durchden Verlust der Armee und des halben Landes, durch denbald darauf erfolgten Tod Seiner Gcmahlinn erfahren, daßauf kein äußeres Gut dieser an vorübergehenden wechselndenErscheinungen so reichen Welt sicher zu rechnen sei. Alles,was Ehre, Ruhm und Wohlstand, ja Alles, was Liebe hei-ßen mag und Lebensfreude geben kann, war Ihm im zer-schlagenden Sturm genommen. Er stand einsam und ver-lassen da, auf sich selbst zurückgeführt, und Gott und SeinemGewissen gegenüber. Alles mißlang, ja das Unglück schlugmit seinen dunklen Wogen über Ihm zusammen. Alles nochvon Ihm Abhängige war zur morschen Stütze geworden, die,wenn Er sich darauf lehnen wollte, unter Seinen Händenzusammenbrach. Dieß führte Ihn zur Unabhängigkeit, undin derselben erstarkte Seine Kraft. Diese Kraft war aber

*) „Derjenige, welcher alles Erdcngllick aufgiebt, beginnt erst wahreLebenserfahrungen zu machen und Menschcnkenntniß einzusam-meln. Wenn alle seine Verhältnisse wanken und einstürzen, er-fährt er erst gleichsam einen chemischen Prozeß, wo sich Allesscheidet, läutert, und neu gestaltet; erst dann erkennt er Schlackenund Schmutz, so sich an ihn hing, aber auch das lautere Goldschimmert durch. Wenn unter solchen Schicksalsschlägen dannnicht, wird er niemals menschlichen Werth schätzen lernen; abervon ihnen in sich aufgerichtet, wird er nicht mehr auf glänzende

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