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2,2 (1845)
Entstehung
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Psingstfeste; Büß- und Bettag und Himmclsahrtstag lagendazwischen. Es fehlte also nicht an Veranlassung, die die-ser Zeit gehörigen Wahrheiten des Christenthums so vorzu-tragen, daß über die Schmerzen und Wehen der Erde unddes Unglücks die Herzen der gläubigen Christen hinwcgge-rückt und empor zu einer hohem Ordnung der Dinge hin-geführt wurden. Wo nur die verhängnißvollen Begebenheitender Zeit leise angedeutet wurden, verstand die Königinn auchdie zarteste Hinwcisung und Sie wurde in dem Strome ei-gener Gedanken und Gefühle mit fortgeführt. Vortrefflich,gedankenreich und cigenthümlich, sprach Sic hernach darüber;das schöne, milde und erquickende Licht der Hoffnung gingin Ihr auf uud zerstreute die düsteren Wolken der Schwer-mut!). Man sah Sie in dieser Zeit, besonders wenn Siefrisch von der neu belebten Natur zum hellen blauen Him-mel aufblickte, ungemein heiter. Niemand merkte dieß frü-her und lieber, als der auf die Gemüthsstimmung SeinerLuise stets aufmerksame König. Er scherzte mit Ihr undman konnte nichts Zarteres, Gefälligeres hören, als die Witz-worte von Beiden; Er war gutmüthig, bieder, und verbind-lich, -— Sic liebevoll, heiter, gewandt, und anmuthig. — Nacheinem solchen genußreichen Mittag sagte Er innig froh:„Heute ist die Königinn wieder recht vergnügt gewesen, wieSie sonst war. Werde es dankbar anerkennen, wenn aufIhre Gemüthsstimmung, die sich zum Lügübern hinneigt, er-heiternd gewirkt wird. Es ist nun einmal nicht anders. Eswerden wohl wieder bessere Tage kommen."

Wenngleich der König vorzüglich in dem Schlnfsc desKrieges unglücklich war und die Preußische Armee keineswc-gcs die Erwartungen erfüllte, zu welchen sie berechtigte, viel-