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2,2 (1845)
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lieben und achten. Mir wird es bei dein Gedanken ganzbeklommen vor Freude, und ich vergieße viele Thräncn,wenn ich daran denke, daß ich Alles auf dem nämlichenPlatze finde, und doch Alles so ganz anders ist, daß ich nichtbegreife, wie es dort werden wird. Schwarze Ahnungenängstigen mich; immer möchte ich allein hinter meinemSchirmlcuchter sitzen, mich meinen Gedanken überlassen. Ichhoffe, es wird anders werden."

Und es wurde wieder anders. Die herzliche Freudeund Anhänglichkeit aller Menschen aus allen Ständen inden Gegenden, durch welche der Weg führte, verfehlte ihrenungesuchtcn Eindruck nicht. Diese Freude war um so rüh-render, da sie Menschen äußerten, die als Untcrthanen desKönigs von Preußen durch den unglücklichen Krieg großcn-theils verarmt waren. Leiden und unverschuldete Drang-sale sind Proben der Liebe und Treue. Wo diese dennochbestehen, bestehen unter ungünstigen Einflüssen und Umstän-

dmtreppc war, hört er mit starkem Geräusch ein Knarren undFallen. Seine Angst nahm zu, und er fand seine Frau sprach-los mit zugehaltenem Angesichte auf der Erde liegen. „Wasist dir?" fragte der erschrockene Mann. „Ach!" antwortete sie,„ich bin die unglücklichste Mutter. Ich habe, weil es auf demBode» nicht hell genug war, die Luke über der Haustreppeaufgetreten, und diese, verrostet in den Angeln, ist soeben her-untergefallen, und gewiß auf unsere Kinder, denen ich geheißen,da stille zu sitzen." „Siehe! hier sind sie, gesund und wohl!"war die Antwort des hocherfreuten Vaters, den die Angst desHerzens nun verlassen, zu der bis zu Freudcnthräncn gerührtenMutter. — Die nachher an den Hauptmann v. D. verheira-thete Tochter, Marie, hat mir diese merkwürdige Begebenheitselbst erzählt.