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Möchten alle Eltern und Kinder, nach Maßgabe der verlie-henen Kraft, die ihnen von gewissenhasten Wärterinnen undtreuen Lehrern erwiesenen Wohlthaten in dankbarem Anden-ken behalten! Leider werden sie oft vergessen, und die Bei-spiele sind nicht selten, daß diejenigen, die ihre Kräfte undZeit denen, die späterhin im Wohlstande leben, in der Ju-gend widmeten, in ihrem hohen Alter mit Nahrungssorgenkämpfen und kummervoll in nicht mehr geachteter Verbor-genheit dem Tode entgegen seufzen. Ach, der Tod hat Vie-les, besonders solchen schnöden Undank, zu vergüten, um dieDisharmonie des Lebens wieder in das Gleichgewicht zubringen.
Wenngleich die Königinn, als Gcmahlinn des bestenEhemanns und als Mutter gut gerathcner, talentvoller undgesunder Kinder, in ihrer nächsten Umgebung sich glücklichfühlte, so konnte Sie doch das Unglück und die Schmachder Zeit nicht vergessen. Sie war allseitig gebildet und Ihrreifer Verstand begriff die böse Zeit, ihre Tendenzen undverwickelten Verhältnisse. Dabei sah Sic in vielen Unglücks-fällen die gerechte Nemesis. Sie fühlte sich als Königinnvon Preußen, Sie kannte dessen Geschichte, seinen ehrenvollenRuhm, und fühlte seinen Sturz und seinen Schmerz um so tie-fer, je höher es in der öffentlichen Meinung bis dahin gestanden.Vcrrathen, geschlagen, überwunden und zurückgedrängt biszur Grenze, hatte Sic oft dunkle, kummervolle Stunden,deren Wehen und Schmerzen Sie tief empfand, mehr alsSie sagen und aussprechen konnte und mochte. Daß es sobei Ihr war und also in Ihrem Innern sich gramvolldrängte, erhöhet Ihren Werth. Wäre es anders bei Ihrgewesen, hätte Sie leichtsinnig vergessen können die Zeit undII. p? 2